Der verschneite Marktplatz – diesen März ein seltenes Bild Foto: Lothar Schwark

Wenig Regen und Schnee, viel Sonnenschein, deutlich zu warm – so war das Wetter im März in Freudenstadt im historischen Vergleich.

Mit einem Monatsmittel von 4,5 Grad Celsius war der März 2026 in Freudenstadt um 2,7 Grad zu warm. Das belegen Daten des Deutschen Wetterdienst, die Marc Joussen vom Regionalen Wetterbüro Süd – Außenstelle Stuttgart-Schnarrenberg – für die automatische Wetterstation des DWD auf dem Kienberg zusammengestellt hat.

 

Normal nach dem Monatsmittel 1961 bis 1990 wären 1,8 Grad gewesen. Auch das Mittel der Jahre 1991 bis 2020 (3,1 Grad) wurde um 1,4 Grad übertroffen. So bringt es Joussen auf den Punkt: „Wieder deutlich zu warm, erheblich zu trocken und zu sonnenscheinreich.“

Besonderes in der ersten Monatshälfte war der März erheblich zu warm. Zum Monatsende präsentierte er sich ab dem 25. wieder winterlich und in allen Mitteln zu kalt. Nach dem Mittel 1961 bis 1990 waren 23 Tage zu warm und nur 8 Tage zu kalt. Die höchste Temperatur wurde am 6. März 2026 mit 16,1 Grad erreicht. Am 31. März 2021 gab es schon mal 21,8 Grad auf dem Kienberg.

Es geht deutlich kälter

Die Minimumtemperatur in zwei Metern Höhe mit Minus 5,9 Grad wurde am 28. März verzeichnet. Dass es kälter geht, belegte der 1. März 2005 mit Minus 17,2 Grad. An 13 Tagen zeigte das Thermometer in zwei Metern Höhe Frost an. Im Mittel der Jahre 1961 bis 1990 waren es noch 17,5 Frosttage (1991 bis 2020: 15,6 Frosttage).

In diesem März machte die Sonnenuhr auf dem unteren Marktplatz erste Überstunden. Foto: Lothar Schwark

An 25 Tagen wurde Bodenfrost in fünf Zentimetern über dem Erdboden gemessen. Hier wurde das Mittel 1961 bis 1990 mit 21,7 Bodenfrosttage leicht übertroffen. Wärmster März ab 1951 ist der des Jahres 2012 mit einem Monatsmittel von 6,4 Grad. Kältester März bleibt 1984 mit einem Monatsmittel von Minus 2,1 Grad.

Wenig Niederschlag

Auffallend ist, dass die fünf kältesten Märze zwischen 1958 und 1971 stattfanden. Mit nur 68,5 Liter Niederschlag erfüllte der diesjährige März das Monatssoll von 1961 bis 1990 (150,1 Liter) nur zu 45,6 Prozent (1991 bis 2020: 141,8 Liter/48,3 Prozent ). Das war jedoch deutlich mehr, als 36 Liter Niederschlag im Vorjahr (2025).

Dass es noch weniger Niederschlag geben kann, belegte der März 1953 mit gerade 9,1 Litern. Richtig geschüttet hat es im März 1988 mit satten 527,2 Liter Niederschlag. Am 2. März 1956 fielen in 24 Stunden einmal 110,9 Liter vom Freudenstädter Himmel.

Viel Sonnenschein

157,1 Stunden Sonnenschein wurden diesen März verzeichnet. Das Mittel der Jahre 1961 bis 1990 (117,8 Stunden) ist damit zu 133,4 Prozent erfüllt. Sonnenscheinreichster März bleibt der von 1953 mit 245 Stunden. Düster war der März 2001 mit gerade einmal 36,8 Sonnenstunden.

Der Frühling zog in der ersten Märzhälfte in Freudenstadt ein Foto: Lothar Schwark

Schnee gab es diesen März nur an 4 Tagen. Der Kniebis brachte es auf 14 Zentimeter Schnee, am Ruhestein wurden 26 Zentimeter gemessen. Der berühmte März 1988 hält mit einer Schneedecke von 153 Zentimetern, gemessen am 13. März, weiter den Rekord. Damals war an allen 31 Tagen eine Schneedecke verzeichnet. Der März 2022 brachte keinen einzigen Tag Schnee in Freudenstadt.