Nach Fischingen diskutiert jetzt auch der Ortschaftsrat in Mühlheim über den örtlichen Friedhof. Die Mängel sind dort jedoch überschaubar.
Nachdem der Friedhof in Fischingen bereits von der Allgemeinheit und dem Ortschaftsrat schon mehrfach beanstandet wurde und Thema mehrerer Ortschaftsratssitzungen war, hat jetzt auch die Mühlheimer Bevölkerung Grund zur Klage – aber weit weniger als im Nachbarort.
Grund genug für den Mühlheimer Ortschaftsrat vor der eigentlichen Ortschaftsratssitzung einen Vor-Ort-Termin einzuschieben. Die Probleme auf dem Mühlheimer Friedhof sind nicht neu. Bei einer Ortsbegehung am 14. Mai des vergangenen Jahres war der Friedhof ebenfalls eine Station, an der schon damals der kaputte Teerweg entlang der Friedhofsmauer auffiel. Hier wird der Teerbelag von den Wurzeln der angrenzenden Kastanienbäumen angehoben und stellt zusammen mit dem starken Moosbewuchs Stolperfallen dar.
Wer muss die Platten zwischen den Gräbern erneuern?
Erfreulicherweise konnte die Mühlheimer Ortsvorsteherin Barbara Klaussner berichten, dass hier für die Risssanierung 3000 Euro von der Stadtverwaltung zur Verfügung gestellt werden.
Aber auch die Platten zur Einfriedung der Gräber müssten teilweise neu verlegt und wieder eingebettet werden. Hier möchte sich die Ortsvorsteherin bei der Stadt Sulz schlau machen, ob diese Arbeiten nun in den Bereich des Friedhofsamtes mit dem Leiter Jörg Haug fällt, oder ob man den Privatleuten diese Arbeiten überlassen möchte.
Einwohner findet die Fußwege auf dem Friedhof gefährlich
Ortschaftsrat Volker Hoß wies aber daraufhin, dass die Sandsteinplatten recht dick und dadurch auch recht schwer wären, was die ganze Sache nicht gerade erleichtere. „Da sich ein schwerer Unfall auf dem Fußweg am unteren Urnenfriedhof ereignet hat, bin ich erschrocken, wie gefährlich die Fußwege als Steinplattenbauweise auf dem Friedhof Mühlheim sind“ so der Mühlheimer Einwohner Hartmut Polet. Weiter berichtet er aber, dass er sich bei der Stadt über den Friedhof beschwert habe, es sei bereits alles von der Stadt Sulz abgearbeitet worden.
Für die beim Sturm umgefallene Rotbuche wünscht sich der Ortschaftsrat einen Ersatz. „Aber nicht so einen schlanken, er soll auch auf eine Sitzbank Schatten werfen“, brachte Ortschaftsrat Volker Hoß ein.
Tore sollen frisch gestrichen werden
Mitbürger Hartmut Polet wies auf die großen Bäume auf dem Mühlheimer Friedhof hin und wollte wissen ob es Maßnahmen zu einer Baumkontrolle seitens der Stadt gäbe „Wie gefährlich die uralten Bäume sind hat sich ja gezeigt, ein parkendes Auto wurde zum Totalschaden“.
Barbara Klaussner konnte Polet beruhigen. „Einmal im Jahr werden die ganzen Bäume von einem Baumfachwart kontrolliert, nach so einem Sturm natürlich auch zusätzlich.“
Wie die Ortsvorsteherin weiter berichtete, soll das obere Tor gestrichen und das untere repariert und ebenfalls gestrichen werden. Die im Moment noch dort liegenden Sandsteinplatten als Überbleibsel vom Abräumen von Gräbern sollen recht zeitnah entfernt werden.
Geländer gewährleistet sicheren Gang zur Aussegnungshalle
Der schräg anlaufende Weg hinauf zu der Aussegnungshalle wurde mit einem Geländer ausgestattet, um hier vor allem de älteren Menschen einen sicheren Gang hinauf zur Aussegnungshalle zu gewährleisten. Ins Gespräch kam auch noch die Idee eine Überdachung an der Aussegnungshalle anzubauen, um die Menschen bei Beerdigungen vor den Witterungsverhältnissen zu schützen