Kai Birmanns (Vierter von rechts) aus Balingen ist in der zweiten Folge von „Mälzers Meisterklasse“ ausgeschieden. Foto: RTL / Hendrik Lüders

In der zweiten Folge von „Mälzers Meisterklasse“ musste der Balinger Kai Birmanns trotz kreativer Kochideen und starker Leistung die Show überraschend verlassen.

Die zweite Folge von „Mälzers Meisterklasse“ war spannend bis zum Schluss. Der gebürtige Balinger Kai Birmanns gehört zu den zehn verbliebenen talentierten Köchinnen und Köchen, die in der neuen Show auf VOX von Starkoch Tim Mälzer antreten. In sechs Episoden sucht Mälzer nach demjenigen, der mit seiner Persönlichkeit, seinem Können und vor allem mit einer unverwechselbaren kulinarischen Handschrift aus der Masse heraus sticht.

 

In der ersten Folge stach Birmanns, dessen Mutter Elisabeth in Balingen das Café Melange betreibt, mit seinen Fischkreationen heraus. Auch in der zweiten Folge konnte er zunächst überzeugen. Die erste Aufgabe war ein einfaches Gericht mit wenigen Zutaten zu kochen, das aber aus der Masse heraussticht.

Osteuropäische Pelmeni

Der 27-Jährige entschied sich dafür, Pelmeni – eine Art osteuropäische Tortellini – zuzubereiten. Statt der traditionellen Füllung aus Schweinefleisch wählte er Rindfleisch und servierte die Teigtaschen mit Sauerrahm und leichtem Gemüse als Beilage.

Während des Kochens gab Mälzer ihm die Aufgabe, das Gericht aus der traditionellen Ecke herauszuheben, „so, dass es den Leuten im Kopf bleibt“. Birmanns, der derzeit in einer Fischzucht arbeitet, überlegte kurz und verfeinerte seine Pelmeni schließlich mit klein geschnittenen Anchovis.

Kai Birmanns ist gebürtiger Balinger. Foto: Foto: RTL / Hendrik Lüders

Anschließend ging es zur Verkostung: Wessen Gericht Mälzer direkt überzeugte, kann Feierabend machen, während die sogenannten Wackelkandidaten ein zweites Mal an den Herd müssen. „Das ist State of the Art“, lobte der TV-Koch Birmanns Gericht. Doch auch die anderen Köche legten ein hohes Niveau an den Tag, so dass es Mälzer schwer fiel, eine Entscheidung zu treffen. Die Konsequenz: Alle mussten sich in der zweiten Runde erneut beweisen.

Die zweite Aufgabe der Folge war, innerhalb von 20 Minuten ein kreatives Gericht aus Hack zu kreieren. Birmanns kochte Hackfleischbällchen mit Nudeln in Tomatensoße. Als Besonderheit arbeitete er Salsiccia-Wurst in die Hackbällchen ein. Eine Idee, die bei Mälzer gut ankam. Doch dieser war in der zweiten Runde als Juror außen vor.

Aufgabe verfehlt

Die Entscheidung, wer die Show verlassen musste, lag in den Händen von Sternekoch Jan Hartwig. Doch dieser zeigte sich von keinem der Gerichte wirklich überzeugt – und machte seinem Ärger deutlich Luft. „Das Geschmacksniveau war zu flach“, kritisierte er. Auch Tim Mälzer war mit der Gesamtleistung der Kandidaten unzufrieden: „Ich bin richtig angefressen.“

In den Augen von Jan Hartwig hatte Kai Birmanns die Aufgabe verfehlt. „Salsiccia – das ist für mich kein Hackfleisch“, erklärte der Sternekoch. Für den Wahl-Wiener bedeutete diese Kritik das Aus in der Show.

Mälzer ist mit Entscheidung nicht glücklich

Tim Mälzer zeigte sich mit dieser Entscheidung sichtlich unzufrieden und verließ emotional das Studio. Er kritisierte, dass die Sendung einerseits Mut und Eigenständigkeit fordere, andererseits jedoch bestrafe, wenn jemand über das Ziel hinausschießt.

„Wenn Kreativität bestraft wird …“, sagte Mälzer enttäuscht. Am Ende akzeptierte er jedoch die Entscheidung: Kai Birmanns und ein weiterer Kandidat mussten „Mälzers Meisterklasse“ verlassen. „Ich hätte mich gefreut, noch länger dabei sein zu können und in meinem Kopf meine eigene Handschrift und Identität besser sortieren zu können“, so der 27-Jährige.