Der riesige Mammutbaum in Eichsel ist etwa 120 Jahre alt. Foto: Heinz Vollmar

Noch ist er stabil, aber mittelfristig muss der Baum wohl gefällt werden. Denn er leidet unter dem Klimawandel und einem Pilzbefall.

Im Eichsel Ortschaftsrat hat Patrick Pauli, Abteilungsleiter Stadtgrün und Umwelt, über den Gesundheitszustand des weit über Eichsel hinaus bekannten Riesenmammutbaums gesprochen. Dieser ist etwa 120 Jahre alt, steht bei der Dorfkirche und leuchtet aktuell wieder jede Nacht als vermutlich höchster Weihnachtsbaum Deutschlands.

 

Colorado-Tanne als potenzieller Ersatz

Doch in wenigen Jahren könnte der Eichsler Mammutbaum durch eine Colorado-Tanne ersetzt werden. Diese wurde bereits vor einem Jahr in unmittelbarer Nähe gepflanzt und wächst sehr schnell.

Grundsätzlich leide der Mammutbaum unter dem Klimawandel, sagte Pauli im Ortschaftsrat. Man könne dies daran erkennen, dass es zu Schäden an den Trieben kommen, die sich bräunlich verfärbten. Allerdings treibe der Riesenmammutbaum auch wieder aus. Dennoch könne man von einem Triebsterben ausgehen, ähnlich wie jenem bei den Eschen, führte Pauli aus.

Eine genaue Diagnose des Zustandes des Mammutbaums sei jedoch allein aufgrund der Dicke des Stamms recht schwierig. Dennoch man auch eine Bohrwiderstandsmessung (Resistographmessung) an dem Riesen vorgenommen, um festzustellen, ob im Inneren Fäulnis oder ob statische Schwächungen vorliegen. Fakt sei, dass der Baum unter einem Hallimasch-Befall leide, einem Parasiten, der Fäulnis verursache. Daher werde man im sechsmonatigen Rhythmus den Baum prüfen, während man in fünf Jahren erneut Zugversuche unternehmen werde , sagte Pauli. Noch sei der Baum aber stabil.

Zugmessungen mit gutem Ergebnis

Sollte der Mammutbaum aber doch eines Tages gefällt werden müssen, wächst schon jetzt in unmittelbarer Nähe eine Colorado-Tanne, die vor einem Jahr gepflanzt wurde und ein schnelles Wachstum aufweist.

Die Räte freuten sich, dass der Mammutbaum noch einige Jahre erhalten bleiben dürfte.