Klaus Mack (links) suchte vor Ort das Gespräch und erfuhr viel über die Schäferlaufstadt Wildberg. Foto: CDU

Besuch: Bundestagskandidat Klaus Mack erkundet Wildberg

Wildberg. Klaus Mack, Bundestags-Kandidat der CDU im Wahlkreis Calw/Freudenstadt, nahm sich einen Tag Zeit, um sich mit den Besonderheiten der Schäferlaufstadt Wildberg vertraut zu machen.

Gemeinsam mit Wildbergs Bürgermeister Ulrich Bünger und den Parteifreunden vor Ort besuchte man etliche prosperierende Unternehmen und nutzte die Gelegenheit auch zum Gedankenaustausch mit dem in Wildberg wohnenden Vorsitzenden des Kreisseniorenrats, Eberhard Fiedler. Dazu traf man sich zunächst im kleinsten Wildberger Stadtteil Schönbronn, wo als Folge von Leerständen im Innerortsbereich in den vergangenen Jahren eine eindrucksvolle Ortsmitte mit einem gelungenen Dorfgemeinschaftshaus entstanden ist. Unter anderem für Vereinsaktivitäten, aber auch buchbar für private Festivitäten. In unmittelbarer Nachbarschaft wurde das historische Backhaus saniert und neu belebt. Um das Gebäude-Ensemble herum ist ein großer Dorfplatz entstanden. Und das Ganze war ansteckend – in der Zwischenzeit wurden noch etliche Privathäuser saniert.

Im Versammlungsraum entwickelte sich ein konstruktiver Austausch über Zukunfts-Themen. Dabei sehen sich die verantwortlichen Gestalter der Kommunalpolitik zunehmend konfrontiert mit Themen, die den Familien ein autonomeres Leben im ländlichen Raum ermöglichen. Dazu gehören schulische Konzepte um Familie und Berufstätigkeit besser vereinbaren zu können. Senioren wiederum benötigen gut funktionierende und möglichst flexible Mobilitätskonzepte. Die Experten setzen hier auf verschiedenste Formen von Bürger-Service, der aber mit den Nutzern abgestimmt werden müsse. Diese Angebote sieht man letztlich als den entscheidenden Schlüssel für möglichst langes eigenständiges Leben.

Eine Überraschung war nach diesem kommunalpolitischen Dialog die Einladung ins benachbarte Backhaus, wo Zwiebelkuchen bereitstanden.

Der kurzen Verschnaufpause schlossen sich dann Firmenbesichtigungen bei Holzbau Schaible in Schönbronn, der Bauunternehmung Köhler in Sulz und Rempp Küchen an. Der Zimmerei-Betrieb Schaible – erstmalige Erwähnung im Jahr 1870 und inzwischen in der achten Generation – beschäftigt 35 Mitarbeiter – dazu viele Aushilfen. Karlheinz Schaible – der heutige Seniorchef – hat den Betrieb ins neue Gewerbegebiet verlagert und damit die Kapazitäten geschaffen, um für die heutigen Anforderungen gewappnet zu sein.

Das Unternehmen arbeitet viel für Projekte der öffentlichen Hand – also Schulen, Hallen, Behördengebäude –, aber auch bei großen Wohnanlagen und Geschossbauten ist Holzbauweise mittlerweile Normalität. Zu den prominentesten Projekten gehört das Besucherzentrum Ruhestein, wo man – auch Corona-bedingt – etwa ein Jahr lang beschäftigt war. Dennoch bedient Schaible auch noch den normalen Häuslebauer und hat sich als zweites Standbein das Know-How im Bau von Holztreppen gesichert. Die Begeisterung des Vaters für den Holzberuf hat auch auf die Söhne abgefärbt – und wen wundert, dass der älteste Enkel Philipp unlängst der Herausforderung nicht widerstehen konnte, an einem Ausstellungsgebäude in Dubai bei der schwierigen Fassadengestaltung mit Hand anzulegen und sein Know-how einzubringen.

Ebenfalls zu den ganz Grossen gehört die Bauunternehmung Köhler aus Sulz, ein Betrieb, der sich – obgleich erst in zweiter Generation tätig – im Rohbau-Gewerbe seinen Platz gesichert hat. Die Firma zählt rund 150 Mitarbeiter und verfügt über entsprechendes Wissen, um neben dem herkömmlichen Modell des Eigenheim-Baus unter Leitung eines Architekten auch schlüsselfertiges Bauen anbietet oder als Bauträger agiert und Grossbaustellen souverän abwickelt.

Der Küchenbauer Rempp zählt sich eher zu den mittelständischen Unternehmen der Holzbranche und ist in der Unterstadt Wildbergs angesiedelt. Auch diese Firma behauptet sich schon in der dritten Generation und wird im Familienverbund geführt. Rempp arbeitet eng mit den örtlichen Schreinereien zusammen – und hat über diese Schiene den Vertriebsweg aufgebaut. Etwa 70 Prozent des Umsatzes wird im Inland getätigt, der Rest im Ausland, wobei die Kundschaft vorwiegend in der Schweiz und in Holland sitzt – zu einem geringeren Teil in arabischen Ländern und Fernost.