Anstelle des ehemaligen Kik-Gebäudes soll hier das neue Gerätehaus der Feuerwehr entstehen. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Der Traum vom neuen Feuerwehrgerätehaus in Triberg wird immer mehr zur Realität. Architekt Burkard Faber stellte im Gemeinderat die Machbarkeitsstudie für das künftige Gebäude vor. Das alte Kik-Gebäude muss hierfür weichen.

Grund zur Freude gab es für die vier Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Triberg gleich doppelt: Zum einen wurde das vor einigen Wochen gewählte Kommando für die Abteilung Triberg und die Gesamtwehr bestätigt, zum anderen stellte Architekt Burkhard Faber die Machbarkeitsstudie für das künftige Feuerwehrgerätehaus vor.

 

Wie es sich gehört, folgte der Gemeinderat der Stadt dem Votum der Feuerwehrkameraden bei der Kommandantenwahl, die nach dem altersbedingten Ausscheiden des bisherigen Kommandanten Jens Wallishauser nötig wurde. Für die Gesamtwehr stehen Martin Schätzle als Gesamtkommandant, Patrick Hettich, Kommandant Abteilung Nußbach, als erster sowie Stefan Schätzle als zweiter Stellvertreter zur Verfügung. Die Abteilung Triberg wird von Martin Schätzle geführt, Stellvertreter ist hier Harald Harter.

Auch um das neue Feuerwehrgerätehaus für die Abteilung Triberg ging es: Es soll dort entstehen, wo heute noch die „sterblichen Überreste“ des Kik stehen. Nun stellte Architekt Burkhard Faber vom Haslacher Büro Hättich und Faber eine schon recht weit entwickelte Machbarkeitsstudie vor. Demnach soll das Gelände um rund 50 bis 60 Zentimeter angehoben werden, um einen kreuzungsfreien Zugang zum Gebäude Fréjusstraße 1 zu erreichen. Zu- und Ausfahrt sollen getrennt werden.

Das Kommando der Feuerwehr Triberg mit Stefan Schätzle (von links), Harald Harter, dem ausgeschiedenen Kommandanten Jens Wallishauser sowie dem neuen Kommandanten Martin Schätzle wird durch den Gemeinderat bestätigt und freut sich darüber, dass es mit dem neuen Gerätehaus vorwärts geht. Foto: Hans-Jürgen Kommert

Sechs großzügige Stellplätze

In Zusammenarbeit mit dem Bauausschuss sei das Konzept diskutiert und weiterentwickelt worden. Sechs großzügig bemessene Stellplätze, diverse Schulungsräume, Räume für die Jugendfeuerwehr, Umkleiden – auch für kontaminierte Einsatzkleidung –, Toiletten, ausreichend Parkplätze sowie ein Übungsturm für die Drehleiter wurden berücksichtigt. Was jetzt zügig folgen müsse, sei die europaweite Ausschreibung der Architekten- und Ingenieurleistungen (VgV-Verfahren). Dazu müssten Zuschüsse nach der Verwaltungsvorschrift Zuwendungen Feuerwehrwesen wie auch aus dem Ausgleichsstock beantragt werden.

Sehr gelungen sei die Planung, bekundete Klaus Wangler (CDU). Man habe sie schon genauer betrachtet, selbst Susanne Muschal als Architektin habe sich beeindruckt gezeigt, wusste er. Ihn interessierte die Höhe des Turms. Sie liegt bei 17 Metern. Zum zweiten wollte Wangler wissen, wie groß die Nutzungsfläche sei und – angesichts des ständigen Wachstums der Fahrzeuge – ob diese auch in Zukunft noch ins Gerätehaus hineinpassen würden. Die Tore seien 4,50 Meter hoch – das sei höher als viele Brücken, durch die die Fahrzeuge auch durchmüssten, so Faber. Allein bei der Nutzfläche müsse er derzeit passen.

Gemeinderat ermächtigt Verwaltung

Michael Hummel (FWV) befand, dass die Feuerwehr hier „etwas Richtiges“ bekomme. Die europaweite Ausschreibung bereite ihm aber Sorgen. „Wir arbeiten daran, dass diese Frage theoretisch bleibt“, versicherte dazu Bürgermeister Gallus Strobel. Auch Mike Mauscherning (SPD) sah in der Studie eine sehr gute Planung, die allerdings an der SPD-Vorstellung eines Rettungszentrums vorbei gehe.

Der Gemeinderat ermächtigte die Verwaltung einstimmig zur Durchführung des VgV-Verfahrens von Architekten- und Ingenieurleistungen.