Heinrich Dixa (zweiter von rechts) verbringt den Heiligabend gern mit seinen Brüdern und alleinstehenden Freunden. Foto:  

In unserem Adventskalender befragen wir Menschen aus der Region zu ihren schönsten Weihnachtserinnerungen. Heute: Ringsheims Altbürgermeister Heinrich Dixa.

Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest der Liebe sorgt Jahr für Jahr für besinnliche Stunden und – vor allem bei Kindern – für unvergessliche Momente. Heute erzählt uns Heinrich Dixa, Altbürgermeister aus Ringsheim, was ihm das Weihnachtsfest bedeutet.

 

Herr Dixa, Weihnachten in der Kindheit – welche Erinnerungen weckt das bei Ihnen?

Der heilige Abend war in meiner frühen Kindheit ein mit Vorfreude erwartetes Fest. Am späten Nachmittag verschwand meine Mutter im Wohnzimmer, das selbstverständlich verschlossen war, und schmückte den Tannenbaum. Dazu gehörte, dass die Geschenke unter den Baum gelegt wurden. All das durften wir Kinder natürlich nicht sehen. Dann, endlich, wurde die Tür des Wohnzimmers geöffnet und wir strahlten mit den angezündeten Kerzen am Tannenbaum um die Wette.

Was war Ihr schönstes Weihnachtserlebnis?

Es war im Jahr 1958. Unter dem Tannenbaum befand sich ein besonderes Geschenk für mich. Mein Getti Erwin und seine Frau, die kinderlos waren, schenkten mir einen Märklin Metallbaukasten. Für meine Eltern war so etwas damals unerschwinglich. Für mich aber war es das schönste Geschenk, das ich damals als Kind erhielt.

Wie werden Sie dieses Jahr Weihnachten feiern?

In diesem Jahr werden wir, wie fast immer, an Heiligabend den Weihnachtsgottesdienst besuchen. Zu Gast sind einige meiner Brüder, oder ein oder zwei alleinstehende Freunde. Der Abend beginnt mit dem Vorlesen der Weihnachtsbotschaft aus der Bibel, ein paar erklärenden Worten und einem Dankgebet. Danach gibt es einen feinen Sekt, Crémant oder Champagner, gefolgt von einem besonderen Weihnachtsmenü, das ich selbst zubereitet habe. Kleine Geschenke werden verteilt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kommen unsere Söhne mit ihren Familien.