In unserem Adventskalender befragen wir Menschen aus der Region zu ihren schönsten Weihnachtserinnerungen. Heute: Musiker Helmut Dold aus dem Schuttertal.
Weihnachten steht vor der Tür. Das Fest der Liebe sorgt Jahr für Jahr für besinnliche Stunden und – vor allem bei Kindern – für unvergessliche Momente. Heute erzählt uns Helmut Dold, Musiker aus dem Schuttertal, was ihm das Weihnachtsfest bedeutet.
Herr Dold, Weihnachten in der Kindheit – welche Erinnerungen weckt das bei Ihnen?
Meine Eltern waren am Heiligen Abend immer ganz erschöpft von der vielen Arbeit in der Metzgerei, aber meine Mutter hat trotzdem noch ein wunderbares Schäufele mit Kartoffelsalat gemacht und spät am Abend gingen wir in Kuhbach in die Christmette, wo ich jedes Jahr ein kleines Trompetensolo geblasen habe. Und erst vor kurzem hat mir eine alte Kuhbacherin gesagt, dass ihr Mann und sie sich das ganze Jahr auf dieses Solo gefreut haben und das auch immer ihr schönstes Weihnachtsgeschenk war, ein wunderbares Kompliment!
Was war Ihr schönstes Weihnachtserlebnis?
Ich habe in Freiburg studiert und mein Professor Robert Bodenröder hat am Heiligen Abend live aus dem Freiburger Münster in einer Fernsehübertragung Trompete gespielt! Ich hatte vor Aufregung schweißnasse Hände und im nächsten Unterricht habe ich ihm das erzählt. Und er gab mir den besten Tipp gegen Lampenfieber: ’Herr Dold, ich spiele doch gern Trompete und möchte den Menschen mit meiner Musik Freude machen. Und das kann ich doch nicht, wenn ich nervös bin!’ Ich brauchte Jahrzehnte, um den Tipp richtig zu verstehen.
Wie werden Sie dieses Jahr Weihnachten feiern?
Mit meiner Frau Diana und meinen Schwiegereltern Gisela und Otto feiern wir ganz wunderbar gemütlich! Wir singen miteinander, verteilen Geschenke, essen ganz hervorragend und Otto und ich gönnen uns ein Fläschen Wein oder zwei.