Lukas Krauss freut sich über seine Erfolge bei der Junioren-DM und bereitet sich nun auf die Weltmeisterschaft Ende Februar im italienischen Tarvisio vor.
Skifahrer Lukas Krauss (SSC Schwenningen) hat erfolgreiche Wochen hinter sich. Bei den deutschen Juniorenmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen gewann der gebürtige Dauchinger bei den U21-Junioren in der Abfahrt und im Super G jeweils den Titel. Eine Woche zuvor hatte das große Skitalent in Oberjoch bei den Junioren die DM-Vizemeisterschaft im Riesenslalom eingefahren.
Kein Beinbruch war für ihn abschließend sein Ausscheiden im ersten Durchgang bei der Slalom-DM am vergangenen Wochenende in Sudelfeld. „Ich hatte die Startnummer 9. Meine Konkurrenten davor sind starke Zeiten gefahren. Ich musste angreifen und bin auf Risiko gegangen“, unterlief ihm auf dem letzten Teil des Stangenwaldes ein Fehler – damit war Lukas Krauss disqualifiziert.
Sein Blick auf die Junioren-WM
Seine Enttäuschung hält nicht lange an. Mit der Junioren-Weltmeisterschaft ab 27. Februar steht für den 20-Jährigen der nächste Saison-Höhepunkt unmittelbar bevor. Der Dauchinger wird in allen fünf Disziplinen an den Start gehen und hat sich viel vorgenommen: „Es wäre schön, wenn es für mich zu einem oder zwei Top 10-Plätzen reichen würde.“ Er rechnet individuell mit starken Konkurrenzen und einem sehr hohen Niveau.
Bei seiner Junioren-WM-Premiere im vergangenen Jahr wurde Lukas Krauss – seine beste Platzierung – mit dem deutschen Team im Parallel-Slalom guter Siebter.
Die Weltmeisterschaft findet nun in Tarvisio im Nordosten Italiens statt. Für den SSC-Fahrer, der inzwischen in Oberstdorf wohnt, kein unbekannter Austragungsort. Vor zwei Jahren fand dort die Jugend-Winter-Olympiade statt, an der Lukas Krauss erfolgreich teilnahm. Er kennt die Streckenführungen dort gut.
Wichtige Erfahrungen im ersten „Profijahr“
Diese Titelkämpfe ab Ende Februar bedeuten für den Schwarzwälder in seiner ersten „Profisaison“ nach dem Abitur eine willkommene Abwechslung im harten Wettbewerbs-Alltag zwischen FIS-und Europacuprennen.
„Ich brauche gute FIS-Ergebnisse, um für die Europacup-Rennen eine möglichst niedrige Startnummer mit Perspektiven zu haben. Das ist ein großes Ziel von mir in dieser Saison und der Schlüssel, um weiter zu kommen.“
Ende Januar ragte für ihn im FIS-Bereich ein starker zweiter Platz im Riesenslalom unter einigen guten Ergebnissen heraus. Hohe Startnummern im Europacup verhinderten für ihn bislang eine bessere Platzierung als der 33. Rang im Dezember im Slalom (Obereggen/Italien).
Nach der Junioren-WM möchte Lukas Krauss im März bei der Herren-DM starten, ebenso will der Doppelstädter dann noch bei der deutschen Zoll-Meisterschaft erfolgreich sein. Wie einige andere Skifahrerinnen und Skifahrer ist auch er offiziell seit April vergangenen Jahres – begleitend zu seiner Karriere – beim Bundeszoll angestellt.