Lukas Foelsch (Zweiter von links) trifft am Montag auf seinen Ex-Verein und manch ehemaligen Teamkollegen. Foto: Wagner

In der Winterpause wechselte Lukas Foelsch von der TSG Balingen zum FC Holzhausen. Vor dem Testspiel der beiden Vereine spricht er mit uns über seinen alten und neuen Club.

Am Montag um 18 Uhr stehen sich der FC Holzhausen und die TSG Balingen bei einem Testspiel in Irslingen gegenüber. Vor dem Duell haben wir mit TSG-Legende Lukas Foelsch gesprochen.

 

Hallo Herr Foelsch, am Ende hat ein Tor gefehlt – dann würde es das Duell zwischen der TSG und dem FCH nicht nur in einem Testspiel, sondern auch in der Oberliga geben. Wie oft haben sie rückblickend an den letzten Spieltag gegen Großaspach gedacht?

Im Nachgang ist das schon bitter. Am Anfang hat man sich vielleicht auch ein wenig eingeredet, dass es ja nur reichen wird, wenn Göppingen aufsteigt und die Wahrscheinlichkeit vielleicht nicht so hoch ist. In der fußballfreien Zeit war es nicht so ein Thema, aber als man dann im 1. Training wieder auf dem Platz war, hat man den Stachel schon noch gespürt. Es wird aber von Training zu Training besser – wir gehen die neue Situation mit großem Elan an.

Viele bekannte Menschen

Wie besonders ist ein Aufeinandertreffen mit der TSG für Sie denn noch? Mit all zu vielen Akteuren aus dem jetzigen Kader haben Sie ja gar nicht mehr zusammen gespielt.

Ein Aufeinandertreffen mit der TSG ist immer besonders. Es geht nicht nur um die Spieler, sondern auch um die Leute drumherum, da hat sich ja nicht viel getan und ich habe immer noch Verbindungen.

Sie sind im Winter nach Holzhausen gewechselt. Weitere verdiente Spieler wie Marcel Binanzer, Kaan Akkaya oder Jonas Vogler haben den Verein nun ebenfalls verlassen. Wie verfolgen Sie die Entwicklung denn aus der Ferne?

Der Verein wird mich immer begleiten, also werde ich auch die Entwicklung immer beobachten. Zudem habe ich noch Kontakt zu aktuellen Spielern wie Matthias Schmitz, Sascha Eisele, Adrian Müller oder Jan Ferdinand. Wenn man sich sieht, spricht man auch über den Stand der Dinge, ebenso habe ich zu Co-Trainer Fabian Fecker auch privat viel Kontakt.

Zurück zum FC Holzhausen: Sie haben lange nicht mehr in der Verbandsliga gespielt: Was erwarten Sie von dieser Liga und der anstehenden Saison?

Meine Anfänge bei der TSG waren in der Verbandsliga, wir sind dann gemeinsam aufgestiegen. Das ist aber fast 20 Jahre her, also das ist jetzt eine komplett andere Liga, daher habe ich da eher wenig Ahnung. Auch der FCH war ja nur ein Jahr in der Verbandsliga. Wir sind gespannt auf die Gegebenheiten und Mannschaften die uns erwarten, es wird sicher spannend.

Gut in Holzhausen angekommen

Wie wohl fühlen Sie sich nach einem halben Jahr in Holzhausen und wie zufrieden waren Sie in der Rückrunde mit Ihren Leistungen?

Ich wurde super aufgenommen und fühle mich in Holzhausen sehr wohl. Man kann schon von einem Dorfverein sprechen – aber mit einer sehr ordentlichen Infrastruktur. Die Mannschaft hat es mir einfach gemacht. Zu meinen eigenen Leistungen: Mal hat es besser geklappt, mal weniger gut, aber das ist immer so. In Summe fand ich es schon ordentlich. Aber wenn man am Ende sein Ziel nicht erreicht, rückt das alles in den Hintergrund, dessen bin ich mir bewusst. Wir schauen nun nach vorne.

Ein Verbleib von Janik Michel scheint noch nicht gesichert: Wie wichtig wäre seine Zusage? Haben Sie in ihrer Laufbahn bereits einmal einen ähnlichen Torjäger wie Michel in Ihrer Mannschaft erlebt?

Die Qualität von Janik ist unumstritten. Spieler wie ihn gibt es nicht all zu viele, deswegen ist es verständlich, dass sich höherklassige Teams für ihn interessieren. Es wäre enorm wichtig, aber wenn das nicht der Fall ist, werden wir auch Lösungen finden. Ich hoffe, dass wir ihn halten können.

Sie sind nun Teil des Trainer-Teams: Wie ist die Aufgabenteilung und wie groß ist die Freude auf diese Aufgabe?

Die Vorfreude ist groß. Ich übernehme Teile des Trainings – wir werden schauen, wie sich das dann einpendelt.