Das Ebershardter Aufstiegsteam (von links): Daniel Würsig, Sarah Strommer, Sophia Kovacic, Marius Gäckle und Dominik Frey Foto: Kraushaar

Das große Ziel geht in Erfüllung: Die SGi Ebershardt setzt sich in der Relegation in Südbaden durch und steigt in die 2. Luftpistolen- Bundesliga auf.

Zwölf Mannschaften aus fünf Landesverbänden bewarben sich bei der Relegation im südbadischen Buchholz um zwei Plätze in der 2. Luftpistolen-Bundesliga Südwest – darunter auch die beiden Zweitligisten ESV Weil am Rhein II und der SV Oberkirch. Während der ESV Weil am Rhein mit 3692 Ringen seine Chance auf den Klassenerhalt als Gewinner der Relegation nutzen konnte, musste der SV Oberkirch mit 3636 Ringen als Vierter die Liga verlassen. Seine Stelle wird die SGi Ebershardt einnehmen.

 

Der Vertreter des Württembergischen Schützenverbands erzielte zweimal mit 1838 und 1845 Ringe das zweitbeste Tagesergebnis und konnte sich mit stattlichen Vorsprung auf den Dritten SGi Pforzheim mit 3683 Ringen den zweiten Aufstiegsplatz sichern.

„Wir freuen uns natürlich riesig, auch wenn es nicht ganz optimal gelaufen ist“, sagte Marius Gäckle. Mit dem Wechsel der Nummer eins hatte vor über zehn Jahren die Reise der Ebershardter von der Kreis- über die Bezirks-, Landes- und Württemberg- bis zur 2. Bundesliga begonnen. Marius Gäckle: „Auch wenn wir zweimal– einmal davon wegen Corona – einen neuen Anlauf nehmen mussten, haben wir unser Ziel nie aus den Augen verloren.“

Mit Bundesliga-Erfahrung

Zwischenzeitlich war sein Bruder Daniel zum Team gestoßen und hat ihm als Nummer eins den Rang abgelaufen. Ab der diesjährigen Saison hatte die Deckenpfronner Oberschützenmeisterin und mehrfache DM-Teilnehmerin Sophia Kovacic und die bundesligaerfahrene Sarah Strommer das Team ergänzt. Mit Erfolg: Neben den Gäckle-Brüdern Marius (380, 373) und Daniel (380, 371) konnte Strommer mit 376 und Kovacic mit 370 Ringen überzeugen.

„Das kann noch knapp werden“, urteilte Ligaleiter Ludwig Kraus nach dem ersten Durchgang über die 1838 Ringe. Denn die 356 Ringe von Dominik Frey und 355 von Sophia Kovacic hatten der Konkurrenz bestehend aus der SGi Pforzheim (1817), SV Wilflingen (1816), SV Oberkirch (1815) und Tell Alsweiler (1815) noch Chancen offen gelassen. Die Relegation hatte anfänglich Nerven gekostet. Im zweiten Durchgang konnten bis auf Spitzenreiter ESV Weil am Rhein II (1735) fast alle Teams zulegen. Insbesondere die SGi Ebershardt, die mit Daniel Würsig (380), Marius Gäckle (373), Sophia Kovacic (370), Sarah Stromer (362) und Dominik Frey (360) mit 1845 Ringen Durchgangsbeste waren. „Wir haben uns zu einer zielstrebigen Mannschaft zusammengefunden“, freute sich Marius Gäckle mit seinen Teamkollegen und meint: „Ich glaube, wir sind konkurrenzfähig und haben unser Potential noch nicht ganz ausgeschöpft.“ Jetzt wolle man beobachten, wie es in der 2.  Bundesliga läuft und sich dann neue Ziele setzten.

SV Bondorf profitiert

Über den Erfolg der Schwarzwälder freut man sich auch im Gäu: Der SV Bondorf hätte als Sieger der Regionoberliga an der Aufstiegsrunde zur Landesliga in Ruit antreten müssen. „Die Relegation entfällt, weil die SGi Ebershardt den Aufstieg in die 2. Bundesliga geschafft hat und die SG Aurich ihre Mannschaft aus der Landesliga abgemeldet hat“, berichtet Ludwig Kraus. Damit würden zwei zusätzliche Plätze frei, die der Ligaobmann gleich an vier Relegationsteilnehmer SV Bondorf, Schützenabteilung Niederstetten, SSV Flochberg und SGi Kornwestheim verteilt hat.