Am Stand der Bürgerinitiative „Nordzubringer Nein Danke“ in der Villinger Innenstadt nutzen Besucher die Möglichkeit, sich über das geplante Bauprojekt zu informieren. Klaus Peter Karger (von links), Susanne Brachat und Peter Sachse erteilen gerne Auskunft. Foto: Rainer Bombardi

Um den möglichen Weiterbau der B 523, den sogenannten Lückenschluss, wird weiter gestritten. Die Bürgerinitiative gegen den Weiterbau setzt die Öffentlichkeitsarbeit fort.

„Es gibt ein Recht auf einen Platz im Kindergarten, welches die Stadt aufgrund finanzieller Engpässe nicht realisieren kann. Aber es gibt kein Recht auf mehr Platz für Autos, den ein Weiterbau der B 523 und der Nordzubringer II mit sich bringen“, kritisiert Peter Sachse, Sprecher der Bürgerinitiative (BI) „Nordzubringer Nein Danke“, den dafür notwendigen Eingriff in die Erholungslandschaft zwischen Mönchsee und Herdenen.

 

An ihrem dritten Infostand informierte die BI vor allem, dass es auf die Zusammensetzung des künftigen Gemeinderats ankommt, wie die Stellungnahme der Stadt zu diesem Bauvorhaben ausfällt, welches im Regierungspräsidium aktuell von der Stufe Vorplanung ins Planfeststellungs- beziehungsweise Baugenehmigungsverfahren übergehen soll.

„Vor einer Realisierung des Straßenbauprojekts wird die Stadt zu einer Stellungnahme aufgefordert und die Bürgerinnen und Bürger angehört“, appellierte BI-Mitglied Klaus-Peter Karger, während der Anhörung möglichst viele Einwände einzureichen. Überzeugt zeigte er sich, dass mit dem Lückenschluss nicht nur mehr Abgase und Lärm verbunden sind, sondern die Zerstörung von Natur und weiterer zusammenhängender Wald-, Wiesen- und Ackerflächen fortschreitet.

Nur Grüne dagegen

Karger erinnerte daran, dass der Bau seit den 1980-er Jahren propagiert, gestoppt und immer wieder aufs Neue vorgebracht wird. Die vielfach beschworene klimaschonende Verkehrspolitik entspreche dabei in keiner Weise den Anforderungen, welche die Klimaveränderungen mit sich bringt.

„Aus ersten Ergebnissen einer Umfrage in den politischen Parteien ergab sich, dass ausschließlich die Grünen gegen den Lückenschluss sind. In allen anderen Parteien ist die Haltung gepalten beziehungsweise für einen Lückenschluss“, ergänzte Karger, dass das Regierungspräsidium in einer Online-Konferenz an diesem Montag zum aktuellen Planungsstand informiert.