Die Ludwig-Uhland-Schule in Schömberg wird derzeit erweitert und bekommt drei zusätzliche Klassenräume. Foto: Krokauer

Die Ludwig-Uhland-Schule in Schömberg wird derzeit um drei weitere Klassenräume erweitert. In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat von Schömberg die Heizungs- und Sanitärarbeiten bei einer Gegenstimme vergeben. Bei der Ausschreibung forderte die Gemeindeverwaltung fünf regionale Betriebe dazu auf, ein Angebot vorzulegen. Letztlich gab lediglich die Firma Stoll aus Schömberg ein Angebot ab. Demnach belaufen sich die Kosten auf fast 78.000 Euro.

Schömberg - Das mit der Kostenermittlung beauftragte Ingenieurbüro Franz rechnete aber nur mit Aufwendungen in Höhe von fast 43.000 Euro. In ihrer Sitzungsvorlage begründete die Gemeindeverwaltung die höheren Kosten teilweise mit den allgemein im Hochbau steigenden Materialpreisen.

Laut Vorlage der Verwaltung em­pfahl das Ingenieurbüro Franz die Aufhebung der Ausschreibung. Bürgermeister Matthias Leyn sagte in der Sitzung, dass eine Aufhebung nichts bringen würde. Die Folge sei lediglich ein enormer zeitlicher Verzug. Die Verwaltung schlug deshalb vor, den Auftrag dennoch an die Firma Stoll zu vergeben. Gemeinderat Jörg Krax (MUZ) hatte mit diesem Vorschlag kein Problem. Er kritisierte aber die Sitzungsvorlage. Er hätte sich eine Aussage darüber gewünscht, wie lange die zeitliche Verzögerung bei einer erneuten Ausschreibung dauern würde. Stattdessen habe die Verwaltung einen "historischen Bericht" geliefert.

Zillinger fordert mehr Ehrlichkeit von Betrieben

Dieser Meinung schloss sich CDU-Fraktionschef Joachim Zillinger an. Ihm war die Vorlage zu wenig konkret. Dann gab er noch eine persönliche Erklärung ab. Er kritisierte das Prozedere der Auftragsvergabe. Zillinger erinnerte daran, dass der Gemeinderat die regionalen Handwerker stärken wolle. Er freue sich darüber, wenn die Handwerksbetriebe volle Auftragsbücher hätten. Es sei aber nicht in Ordnung, wenn es nur ein oberflächliches Interesse der Betriebe gebe, letztendlich aber keine Rückmeldung komme. Er forderte die Betriebe dazu auf, offen zu sagen, wenn sie kein Interesse hätten, damit die Gemeinde den Pool möglicher Firmen erweitern könne.

Tino Bayer (UWV) sagte, dass der Gemeinderat bei nur einem Anbieter "zähneknirschend" das Angebot annehmen müsse.

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