Über den Wolken: Für die Flieger des LSV Schwarzwald boten sich gute Gelegenheiten, eine Pause von der Winterpause zu machen.
Dank der klaren Sicht und der schneefreien Piste konnten sowohl Motor- als auch Segelflugzeuge starten und die winterliche Umgebung aus der Luft genießen.
So trafen sich Markus Schweizer, Constantin Schatz, Joachim Schwenk, Katharina Schwenk-von Podewils, Sebastian Kammerer, Dennis Schuster, Michael Schlaich und Philipp Schlaich bereits vormittags am Flugplatz. Auch ein befreundeter Pilot vom Flugplatz Musbach schloss sich an.
Sie bereiteten vier Vereinsflugzeuge vor: ein Motorflugzeug, den Motorsegler „Piccolo“, das Segelflugzeug Duo Discus XLT sowie eine weitere Motormaschine, um das Segelflugzeug via Flugzeugschlepp in die Luft zu bringen.
Ein Gemeinschaftserlebnis
Insgesamt nahm die Gruppe vier Segelflugzeug-Starts und sechs motorisierte Flüge vor, während die Piste des Flugplatzes unabhängig auch von anderen Piloten des Vereins genutzt wurde.
Die Zeit in der Luft wurde nicht nur für das Genießen der guten Aussicht genutzt, sondern auch zum echten Gemeinschaftserlebnis. Im Formationsflug flogen die Flugzeuge nebeneinander, was für eine Menge Spaß und beeindruckende Bilder sorgte.
Über den Wolken unterwegs
Die Wetterlage bot noch ein weiteres Highlight: Während die Wolkenschicht über dem Flugplatz im Laufe des Nachmittags aufbrach und ideales Wetter zum Fliegen bot, blieb östlich des Platzes weiterhin eine niedrige und dichte Wolkendecke bestehen.
Das bot den Segelflugpiloten die seltene Chance, über den Wolken unterwegs zu sein – „ein toller Anblick und ein unbeschreibliches Freiheitsgefühl“, heißt es in der Pressemitteilung des Luftsportvereins Schwarzwald.
Bis zu fünf Stunden Flug und minus zehn Grad
An einem anderen Tag bot sich mit sehr starkem Wind eine ideale Gelegenheit zum „Wellefliegen“. Michael Schlaich, Joachim Schwenk, Constantin Schatz und ein weiterer Pilot starteten jeweils mit einem längeren Flugzeugschlepp und ließen sich in Richtung der erwarteten Aufwinde in den Leewellen über dem Schwarzwald schleppen.
Leewellen ergeben sich durch starken Wind in bergigem Gelände und ermöglichen das Steigen in große Höhen. Sie sind gerade im Winter für Segelflieger eine willkommene Alternative, da durch die geringe Sonneneinstrahlung kaum nutzbare Thermik entsteht.
Die drei Piloten fanden den erwarteten Aufwind dann auf einem Bogen zwischen Brandenkopf, St. Georgen und Kandel. In ruhigem Steigen konnten Höhen bis 3000 Meter erreicht werden.
Mit diesem Auftrieb unter den Flügeln dauerten die Flüge zwischen drei und fast fünf Stunden. Warme Kleidung war für diesen mehrstündigen Ausflug Pflicht, da die Temperaturen im Cockpit bei minus zehn Grad Celsius lagen. Trotzdem seien derartige Flüge in der klaren Winterluft einmalige Erlebnisse für die Piloten, heißt es vom LSV.