Eine Sammlung, die sich sehen lassen kann. Fünf Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen: Die Para-Ski-alpin-Weltmeisterschaften war für Anna-Maria Rieder (von links), Anna-Lena Forster und Andrea Rothfuss ein voller Erfolg. Foto: Marcus Hartmann / DBS

Es war eine erfolgreiche Weltmeisterschaft für Andrea Rothfuss. Drei Medaillen sind die Bilanz. Zudem hat die Loßburgerin die Erkenntnis: Sie kann immer noch für Medaillen sorgen.

Zum Abschluss der Para-Ski-alpin-Weltmeisterschaften in Espot (Spanien) sicherte sich die 33-Jährige vom SV Mitteltal-Obertal im Slalom die Bronzemedaille, nachdem sie bereits Silber im Super-G und Bronze im Riesenslalom gewonnen hatte. Am Ende stehen insgesamt 31 Medaillen in ihrer Karriere bei einer WM – eine echte Hausnummer.

 

Selbst überrascht

Am Abreisetag, als Rothfuss am Flughafen in Barcelona sitzt, um zurück in die Heimat zu fliegen, freut sie sich über den Verlauf der WM. "Ich bin voll zufrieden. Im Super-G oder in der Kombi hatte ich mir eine Medaille erhofft. Dass es dann Super-G und Slalom wird, hat mich doch überrascht", sagt die Athletin, der von Geburt an die linke Hand fehlt. Im Riesenslalom sei es besonders schwer gewesen. Denn die Rennstrecke erwies sich doch schwerer, als im Vorfeld vermutet. "Die Piste hatte einen gewissen Anspruch. Der Mittelteil war ziemlich steil."

Sonntag geht es weiter

Hinzu kam der verzögerte Start der WM, was dazu führte, dass die Athleten etwas auf heißen Kohlen saßen. Nachdem der starke Wind nachgelassen hatte, stand ein straffes Programm an, da im Zeitplan alles enger zusammenrückte. So ist nun nur wenig Pause angesagt, denn schon am kommenden Sonntag geht die Weltcup-Saison im österreichischen Saalbach weiter.

Zwischenzeitlich will die 33-jährige Skirennfahrerin ein bisschen ausspannen: "Es hat schon Erholungscharakter, wenn man daheim in den vier Wänden ist." Zusätzlich steht Training an, um die Spritzigkeit zu bewahren, denn die Saison dauert noch rund zwei Monate. Abschluss ist für Rothfuss vom 20. bis 24. März bei den internationale Zollmeisterschaften.

"Nehme es, wie es kommt"

Ob noch weitere WM-Medaillen zu ihren 31 dazukommen werden? "Ich möchte es nicht ausschließen, bei einer weiteren WM dabei zu sein. Allerdings bin ich mir darüber bewusst, dass es durch eine Verletzung schnell aus sein kann. Ich muss in mich reinhören, gucken was passiert und nehme es, wie es kommt."

Die Bilanz des deutschen Teams

Am Ende standen bei der Weltmeisterschaft in Espot (Spanien) fünf Gold-, vier Silber- und drei Bronzemedaillen. So steht das Team auf Platz zwei im Medaillenspiegel.

Bundestrainer Justus Wolf sagte nach der WM: "Platz zwei im Medaillenranking war ganz knapp. Eine Silberne statt einer Bronzenen, sonst wären wir gleichauf mit Italien. Von den Ergebnissen sind wir bei den Damen sehr zufrieden, individuell wäre bei der ein oder anderen Entscheidung noch mehr drin gewesen. Das gilt es im Nachgang mit Blick auf die nächsten Veranstaltungen mit den Athletinnen zu besprechen. Bei den Männern haben wir gemerkt, dass wir das Können endlich mal aufblitzen lassen konnten, nachdem wir jahrelang ohne große Leistungsträger unterwegs waren oder teilweise gar niemanden dabei hatten."