In ihrem ersten Rennen bei den Paralympics hat die Loßburgerin Andrea Rothfuss im Super G knapp das Podest verpasst, war im Ziel aber überglücklich.
Der Jubel im Ziel bei Skirennfahrerin Andrea Rothfuss war groß, obwohl sie knapp das Treppchen verpasst hatte. Im Super G bei den Paralympischen Spielen in Italien in war sie in ihrer Klasse kurz vor Ende gestartet. Nach einem guten Rennen war die 36-jährige Loßburgerin im Ziel auf Platz vier und riss die Arme vor Freude nach oben. Nach ihrer langen gesundheitlichbedingten Pause war zu sehen, dass in dem Moment viel Druck von ihr abgefallen war.
Für Rothfuss sind es die sechsten Paralympics. Bereits 14 Medaillen hat sie bei den Spielen geholt. Erst spät in der Saison hatte die 36-Jährige ihr Comeback gefeiert und hatte das Ziel vor Augen, es zu den Paralympics zu schaffen.
„Als ich die Vier im Ziel habe aufleuchten sehen, konnte ich es gar nicht wirklich glauben – Wahnsinn“, freute sie sich. „Und als ich die Zeit dann gesehen habe, war ich noch mehr aus dem Häuschen. Seit nicht einmal zwei Wochen stehe ich auf den langen Ski – nach einer mehr als zweijährigen Pause.“ Zwar war der Start eigentlich gar nicht vorgesehen gewesen, aber sie habe sich gut gefühlt. „Ich kann es gar nicht in Worte fassen. Das schien alles so weit weg“, schwärmte Rothfuss vom „überwältigenden“ Gefühl, dabei sein zu können.
Rieder wird Elfte, Forste scheidet aus
Der Sieg im Super-G ging an Warwara Worontschichina. Rothfuss war hinter der Schwedin Ebba Aarsjoe ins Ziel gefahren. Diese war 1,31 Sekunden schneller. Die zweite Deutsche, Anna-Maria Rieder, hatte Problem und wurde Elfte. In der sitzenden Klasse hatte Anna-Lena Forster, die bei der Abfahrt Gold gewonnen hatte, nach einem weiten Sprung das nächste Tor verpasst und war ausgeschieden.