Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Loßburg Windkraft: Nabu kritisiert Verwaltung

Von
Für Vögel wie den Rotmilan können Windräder zum Verhängnis werden. Foto: Straub

Loßburg - Der Nabu Horb lädt zur Vorstellung des avifaunistischen Gutachtens zu windkraftsensiblen Vogelarten in den vier geplanten Vorrangzonen in Loßburg für Freitag, 11. Oktober, um 19 Uhr ins Bürgerhaus in 24-Höfe ein. Im Vorfeld der Veranstaltung übt der Naturschutzverein Kritik an der Gemeindeverwaltung.

Der Nabu (Naturschutzbund Deutschland) fühle sich dem Klimaschutz verpflichtet und befürwortet grundsätzlich den Ausbau der Windenergie, jedoch gebe es aus Sicht des Naturschutzes auch Probleme beim Ausbau, heißt es in einer Pressemitteilung des Nabu.

Diese Probleme lägen vor allem in Beeinträchtigungen für Vogel- und Fledermausarten sowie deren Verluste durch Kollisionen der Tiere mit den Anlagen. Die artenschutzrechtlichen Gutachten seien daher der Schlüssel für die Bewertung, ob der Bau einer Windenergieanlage am geplanten Standort mit dem Natur- und Artenschutz in Einklang gebracht werden könne oder nicht.

Die Gutachten sind laut Nabu daher schon bei der Aufstellung eines Teilflächennutzungsplans Windkraft von elementarer Bedeutung und sollten sorgfältig und neutral erstellt werden. Wie der Nabu Horb weiter mitteilt, sei er als für Loßburg zuständiger Naturschutzverein seit Kenntnis des Verfahrens 2017 auf die Gemeinde Loßburg zugegangen, um mit der Verwaltung "konstruktiv zusammenzuarbeiten". So sei der Verwaltung der Vorschlag gemacht worden, "dass man sich auf einen Gutachter einigt, der fachlich gute und ergebnisoffene (neutrale) Untersuchungen macht".

Leider habe die Verwaltung in Loßburg den Nabu Horb bei der Auswahl des Gutachters nicht beteiligt, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Die Verwaltung habe sich für einen Gutachter entschieden, der dem Nabu schon mehrfach durch Mängel in den Gutachten aufgefallen sei zum Beispiel in Horb, in Engelsbrand und in Dornhan. Der Nabu Horb habe sich daher entschieden, in Loßburg eigene vom Vorhabenträger unabhängige, neutrale Untersuchungen bezüglich windkraftsensibler Vogelarten von einem erfahrenen Gutachterbüro machen zu lassen.

Nach Fertigstellung der Gutachten sei der Nabu Horb nochmals zweimal auf die Verwaltung in Loßburg zugegangen. So habe er der Verwaltung in Loßburg vorgeschlagen, dass man die Ergebnisse der beiden Gutachten gemeinsam mit den beiden Gutachtern bespricht. Dies sei mit dem Hinweis abgelehnt worden, dass man erst das eigene Gutachten dem Gemeinderat präsentieren wolle.

Die Bitte des Nabu, sein Gutachten gemeinsam mit dem städtischen Gutachten dem Gemeinderat in der Sitzung vom 15. Oktober vorzustellen, sei ebenfalls abgelehnt worden.

"Der Nabu Horb findet es schon sehr merkwürdig, dass die Verwaltung in Loßburg offensichtlich kein Interesse an einer zweiten fachlichen Expertise hat", heißt es in der Pressemitteilung weiter. Es sei wichtig, den Gemeinde- und Ortschaftsräten in Loßburg die bestmögliche Grundlage bei dieser für die Natur und die Gemeinde Loßburg wichtigen Entscheidung zu bieten, begründet der Nabu die Vorstellung des Gutachtens im Vorfeld der Gemeinderatssitzung am Dienstag, 15. Oktober.

Die Veranstaltung am Freitag, 11. Oktober, richtet sich aber nicht nur an Gemeinde- und Ortschaftsräte, sondern auch an weitere interessierte Bürger.

Der Nabu kündigt außerdem an, seine Untersuchungsergebnisse auch an die Genehmigungsbehörden im Naturschutz weiterzugeben.

Artikel bewerten
9
loading

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 

Top 5

0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.