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Loßburg Wilde Gockel mischen Weiberhaushalt ordentlich auf

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Verliebt: Anni (Daniela Lang) und "Hühnertoni" Anton (Ernst Pfau). Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder Bote

Loßburg. Vergnügliche Unterhaltung bot die Theatergruppe der Spielvereinigung am Samstagabend mit ihrem Stück "Drei Weiber und ein Gockel".

Die Spielvereinigung als Traditionsverein ist nicht nur sportlich auf der Höhe, sondern bewegt sich auch erfolgreich auf dem kulturellen Parkett. Dies stellte die Theatergruppe mit den neun Mitwirkenden in der voll besetzten Turn- und Festhalle einmal mehr unter Beweis. Alle Darsteller legten ein großartiges schauspielerisches Talent an den Tag.

Vereinsvorsitzender Patrick Maneck dankte allen Mitwirkenden, die unter Regie von Gertrud Franz seit vergangenem Oktober rund 25 Übungseinheiten absolviert hatten. Auch in diesem Jahr habe man mit Hilfe von Sponsoren wieder eine Tombola mit wertvollen Preisen für die mehr als 270 Gäste auf den Weg gebracht, freute sich Manek und gab einen Ausblick auf die kommenden Termine der Spielvereinigung.

Der turbulente und temporeiche Dreiakter von Erich Koch bot dann ein urkomisches Verwirrspiel. Spannend, frivol und voller Überraschungen war der Handlungsablauf. Dabei standen der Spaß und die humorvollen Dialoge im Mittelpunkt.

Oma Friedas Nichten Lena und Irma sind sich in punkto Männer einig: "Alles, was lange Unterhosen trägt, ist faul und säuft." Mit dieser Lebenseinstellung und einem "gesunden Stallgeruch" sorgen die Mädchen dafür, dass der landwirtschaftliche Dreier-Haushalt männerfrei bleibt. Gern gesehen ist nur der Viehhändler Kuno, der allerdings immer wieder versucht, seine Tochter Anni (Daniela Lang) an den Mann zu bringen. Die hat sich aber schon längst in den "Hühnertoni", einen waschechten Gockel mit falschen Federn, verliebt.

Als sich neben der trinkfesten Nachbarin Gunda auch noch die beiden Burschen Tom und Ingo bei Oma Frieda ansiedeln, werfen die Nichten ihre Maxime über Bord. Ingo (Walter Illk) verdreht Irma den Kopf, die ihn als Inge verkleiden muss, um ihren Sinneswandel in Sachen Männer vor der Verwandtschaft geheim zu halten. Auch Tom (Patrick Dieterle) begeistert mit seiner Maskerade. In der eigentlich männerfreien Zone wimmelt es am Ende geradezu von selbstlosen Gockeln, was die Damen ganz schön auf Trab hält.

Die Schauspieler verstanden es vorzüglich, durch Mimik, Gestik und talentierte Darstellung das Publikum in ihren Bann zu ziehen. Conny Walter in der Rolle der hellhörigen Oma Frieda konnte lästern wie ein Rohrspatz und sorgte damit für lachmuskelstrapazierende Unterhaltung.

Mit bunten Federn und bissigen Sprüchen auf den Lippen wirbelte Schauspieler Ernst Pfau als Knecht Anton Süßbier, genannt Hühnertoni, durch die bäuerliche Küche. "Lieber eine fette Sau, als ’ne spindeldürre Frau", lautete sein Motto hinsichtlich der Verkuppelungsstrategie der Hof-Chefin.

Sandra Ummer und Maike Rebholz in der Rolle der Nichten wussten als eigensinnige Junggesellinnen genauso zu überzeugen wie als schwärmende Bewerberinnen. Karl Beilharz als Kuno hatte der renitenten Nachbarin Gunda (Renate Schmid), die zwar über eine 20-jährige Eheerfahrung verfügt, aber sicher ist, dass "Männer und Frauen nur einmal zusammenpassen, nämlich im Familiengrab", einiges entgegenzusetzen.

Szenenapplaus und langer Schlussbeifall

Bei ihrer gut dreistündigen Aufführung gelang es allen Schauspielern, die Distanz zwischen Theater und Realität wirkungsvoll zu durchbrechen, sehr zum Vergnügen der laut lachenden Zuschauer. Begeisterter Szenenapplaus und langer Schlussbeifall belohnten die Mitwirkenden. Sehenswert waren auch die reich ausstaffierte Bühnenausstattung und die originellen Kostüme. Eine wichtige Funktion nahm Souffleuse Diana Aberle wahr, die dafür sorgte, dass die Schauspieler nicht den Faden verloren. Für die Maske sorgte Brigitte Potrafke. Bewirtet wurden die Gäste mit schwäbischen Leckereien.

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