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Loßburg Wieder freie Fahrt auf Kreisstraße

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Auf das Durchtrennen eines Bands wurde bei der offiziellen Freigabe verzichtet. Aber kurz stellten sich die Ehrengäste mit Harald Protz (Dritter von links), Reinhard Geiser (Vierter von links) und Christoph Enderle (Sechster von links) auf der freigegeben Kreisstraße für ein Foto auf. Fotos: Schwark Foto: Schwarzwälder Bote

In den Vorjahren von manchen Verkehrsteilnehmern als Holperstrecke gefürchtet, ist die Kreisstraße 4777 von Ödenwald nach Loßburg nach ihrem Umbau kaum wiederzuerkennen.

Loßburg. Die Kreisstraße wurde in zwei Bauabschnitten 2009/2010 und von 2017 bis 2019 ausgebaut. Insgesamt wurden fünf Millionen Euro aufgewandt. "66 Prozent der Summe wurde vom Regierungspräsidium Karlsruhe bezuschusst", informierte der Erste Landesbeamte Reinhard Geiser die zahlreichen Ehrengäste, die zur offiziellen Verkehrsfreigabe der Kreisstraße 4777 gekommen waren. Mit dabei waren unter anderem Referatsleiter Harald Protz vom Regierungspräsidium Karlsruhe, Bürgermeister Christoph Enderle, einige Ortsvorsteher, darunter Kurt Winter (Schömberg) und Hans-Ulrich Wößner (Betzweiler), sowie Gemeinde- und Ortschaftsräte.

Geiser dankte allen, die den zügigen Ausbau ermöglicht haben. Für den Ausbau der 3,1 Kilometer langen Strecke zwischen Loßburg und Ödenwald wurde die Straße ab 14. Mai 2018 voll gesperrt. Etwas früher als gedacht wurde die 4777 nun wieder offiziell für den Verkehr freigegeben – für viele Schömberger Bürger, aber auch den überörtlichen Verkehr, eine große Erleichterung. Zeitraubende Umwege über Freudenstadt nach Loßburg, zum Beispiel zur Arbeitsstelle oder zum Einkaufen, gehören nun der Vergangenheit an.

Ein großer Dank des Ersten Landesbeamten ging an die Bürger, die diese Baumaßnahmen mitgetragen haben. Geiser lobte die zuverlässige Arbeit der ausführenden Firma Bantle aus Bösingen. Ein weiteres Lob ging an die Baufirma Jäkle aus Loßburg, die im Vorgriff zu dieser Maßnahme die Umleitungsstrecke und Anbindung des Weilers Büchenberg ausgeführt hatte. Darunter war auch ein 800 Meter langer Radweg.

Der stellvertretende Landrat hatte beeindruckende Fakten parat. So wurde neben dem 3,1 Kilometer langen Straßenumbau ein 1,2 Kilometer langer Radweg gebaut. Die Vergabesumme von 3,34 Millionen Euro erhöhte sich wegen des schlechten Baugrunds um rund 110 000 Euro. So mussten 12 000 Kubikmeter Boden mit 500 Tonnen Kalk-Zement-Gemisch verbessert werden. Von der alten Straße mussten 7000 Tonnen pechbelasteter Asphalt fachgerecht entsorgt werden. Dabei war es auch notwendig, eine Fernwasserleitung des Zweckverbands Kleine Kinzig mit 1,1 Kilometern zu verlegen. An diesen Kosten ist der Landkreis mit 0,16 Millionen Euro beteiligt.

19 000 Quadratmeter Wald wurden gerodet. Insgesamt wurden 8500 Kubikmeter Oberboden und 16 000 Kubikmeter Boden bewegt, bevor die 14 000 Kubikmeter Frostschutzschicht, sechs Kilometer Sickerleitungen, 1,6 Kilometer Entwässerungsleitungen, 50 Straßeneinläufe und 20 Schächte gebaut werden konnten. Die asphaltierte Fläche beträgt 20 000 Quadratmeter, zuzüglich 3500 Quadratmeter für den Radweg. Im Rahmen der Maßnahme wurden 2,7 Kilometer Leerrohre verlegt. Für den Verkehr steht nun eine Straße mit sechs Metern Breite zur Verfügung, die einen problemlosen Begegnungsverkehr zulässt.

"Die Engstelle am Ortseingang von Ödenwald zwischen der Baumallee und denkmalgeschützter Hocheinfahrt zu einer Scheune wurde bewusst als erhaltenswertes Ensemble belassen", informierte Geiser. Bürgermeister Enderle lobte den Straßenneubau als gelungenes Projekt. Ein Lob gab es für die Firma Bantle, die die Arbeiten rund vier Wochen früher als geplant beenden konnte.

Enderle zeigte sich froh, dass die Durststrecke für die Gastronomie nach Freigabe der Straße nun hoffentlich beendet sei. Er dankte den Anwohnern für ihr Verständnis. Ebenso ging ein Dank an Referatsleiter Harald Protz vom Regierungspräsidium Karlsruhe. "Wir hätten noch gerne eine Umgehungsstraße", gab Enderle Protz mit auf den Weg.

Dieser betonte, dass das Land ein zuverlässiger Partner für die Gemeinden sei. So würden vom Land die Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten bezuschusst und Radverkehrsprojekte, aber auch Projekte für Fußgänger gefördert, wie zum Beispiel die neuste Aktion für sichere Fußgängerüberwege. Hier gebe es schnelle und unbürokratische Förderungen des Landes.

Als Überraschung hatte sich Enderle einen besonderen Gag ausgedacht. Mit Geiser enthüllte er ein Schild, das die Reinhard-Geiser-Erlebnisstraße anzeigte. Ein Präsent erhielten ebenso Rudolf Maser und Eugen Rebstock vom Straßenbauamt für die gute Mitarbeit.

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