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Loßburg Wärmetechnischer Gau im Hallenbad

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Das Hallenbad in Loßburg entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Foto: Stadt Loßburg Foto: Schwarzwälder Bote

In seiner jüngsten Sitzung beschäftigte sich der Gemeinderat Loßburg nicht nur mit dem Freibad, sondern auch mit der Sanierung des Hallenbads und der Sanierung oder dem Neubau der Sporthalle.

Loßburg. Nach den geltenden Vorschriften müssen die Planungen für die beiden Sportstätten ausgeschrieben werden. Beide Vorhaben sind sehr komplex und erfordern entsprechend Erfahrung bei der Umsetzung. Das Bauamt der Gemeinde kann die Organisation des Planungswettbewerbs aufgrund fehlender Kapazitäten und Erfahrung nicht leisten. Nach einer Ausschreibung soll das Büro Kohler und Grohe aus Stuttgart mit der Organisation des Planungswettbewebs beauftragt werden. Diesem Vorschlag der Verwaltung folgte der Gemeinderat einstimmig.

Beide Gebäude stammen aus dem Jahr 1974

Die Sanierung des Hallenbads ist schon seit Jahren Thema im Gemeinderat. Inzwischen ist auch die Sporthalle stark sanierungsbedürftig. Beide Gebäude stammen aus dem Jahr 1974 und entsprechen in fast allen Anforderungen nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen. Auch die Gebäudetechnik ist mehr als veraltet. In seinem Vortrag bezeichnete Bürgermeister Christoph Enderle die Sporthalle als "wärmetechnischen Gau". Für die Verwaltung war ursprünglich Voraussetzung, dass die Teilnehmer am Wettbewerb für die Badsanierung über entsprechende Erfahrungen verfügen und dafür auch Referenzen vorlegen können. Dies würde aber eine zu große Einschränkung der Teilnehmer mit sich bringen und eine Vielfalt an Lösungsvorschlägen auch für die Sporthalle verhindern, so Enderle. Auch die Architektenkammer Baden-Württemberg empfehle die Veranstaltung eines Planungswettbewerbs, weil mit diesem Verfahren eine Vielfalt an Teilnehmern und damit auch an Lösungsansätzen zu erwarten sei.

Vier Büros reichen Angebote ein

Die Verwaltung hatte deshalb aus einer Liste mit Wettbewerbsbetreuern acht Planungsbüros für Wettbewerbe angeschrieben. Davon reichten vier Büros Angebote ein; Allerdings waren nur zwei Anbieter tatsächlich vor Ort, um sich über die Aufgabenstellung und die Lage der Gebäude zu informieren.

Überzeugt habe die Verwaltung schließlich das Angebot des Büros Kohler und Grohe aus Stuttgart. Nach eigenen Angaben habe dieses Büro bereits 250 Planungswettbewerbe organisiert und seine Herangehensweise überzeugend dargelegt. Je nach Auslobung könne ein Gesamtsieger oder jeweils ein Sieger für Hallenbad und Sporthalle ermittelt werden. Damit sei man beim Ergebnis offen und bei der Realisierung flexibel, betonte Christoph Enderle.

Da der geschätzte Gesamtsanierungsaufwand allein für das Hallenbad bereits bei etwa sechs Millionen Euro liege, ergeben sich Kosten für den Planungswettbewerbs von etwa einem Prozent, also etwa 58 600 Euro zuzüglich Kosten für Modelle und Preisrichter.

Womöglich könne dieser Kostenblock durch eine klare Anforderungsermittlung und Ergebnisbewertung bereits in der Planungsphase später wieder eingespart werden, da bei ungenauen Planungen durch Nachträge häufig Mehrkosten entstünden. Im Gremium ergab sich Diskussionsbedarf zum Prozedere. Die Verwaltung plane, einen Bauausschuss einzusetzen, um örtliche Vereine, aber auch beispielsweise die DLRG von Anfang an mit einzubinden. Christoph Enderle hätte gern, dass dieser Ausschuss im Herbst seine Arbeit aufnimmt. Der Gemeinderat stimmte dem Vorhaben einstimmig zu.

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