Warum sehe ich diesen Hinweis?

Sie sehen diesen Hinweis, weil Sie einen Adblocker eingeschaltet haben oder im privaten Modus surfen. Deaktivieren Sie diesen bitte für schwarzwaelder-bote.de, um unsere Artikel ohne diesen Hinweis lesen zu können.

Mehr zum Thema Adblocker / Privater Modus und wie Sie diesen deaktivieren, finden Sie, indem Sie auf deaktivieren klicken.

Deaktivieren

Loßburg Seit 100 Jahren bewegt die Spielvereinigung

Von
2019 sind die aktiven Spieler voller Tatendrang. Damals ahnt noch niemand von den Problemen diesen Jahres. Fotos: Spielvereinigung Foto: Schwarzwälder Bote

Für die Spielvereinigung Loßburg hätte es dieses Jahr ein großes Ereignis zu feiern gegeben. Der gemeinnützige Verein wird 100 Jahre alt und er hat in dieser Zeit beachtliches erreicht. Nun macht ihm die Corona-Krise jedoch einen Strich durch die Rechnung.

Loßburg. 2020 ist für die Spielvereinigung Loßburg ein ganz besonderes Jahr. Gegründet 1920 als "Kraftsportverein" hat sich die Spielvereinigung Loßburg im Laufe der Jahre zu einem Fußballverein entwickelt, der sich das Ziel gesetzt hat, Menschen jeden Alters die Möglichkeit zu geben, mit Spaß an der Bewegung sportlich aktiv zu sein und gemeinsam Erfolge zu erreichen.

"Die große Feier zu unserem Jubiläum wäre Ende Oktober diesen Jahres gewesen", erklärt Schriftführerin Carina Schützhoff. Geplant war unter anderem Schlachtplatte essen und eine Halloween-Party mit Live-Musik. "Wir hatten dafür sogar schon eine Wasen-Band bestellt." Als nun alles verschoben werden musste, sei die Enttäuschung natürlich groß gewesen, aber aufgeschoben sei schließlich nicht aufgehoben. Das Ganze werde im nächsten Jahr wie geplant dann nachgeholt. Also die 100-Jahr-Feier zum Jahre 101 quasi. Dann werden auch einige verdiente Vereinsmitglieder geehrt. An Mitgliedern hat die Spielvereinigung übrigens ganze 450, darunter etliche Passive, aber auch viele Aktive, die sich über die Jahrzehnte eingefunden haben.

"100 Jahre Spielvereinigung Loßburg bedeuten auch, dass wir einer der ältesten Vereine in der Gesamtgemeinde sind, worauf wir auch ein wenig stolz sein können", so die Schriftführerin. Insbesondere sei es dem Verein ein Ziel, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sinnvoll ihre Freizeit zusammen mit Anderen zu gestalten und den fairen Umgang miteinander zu erlernen. Außerdem habe die Spielvereinigung seit vielen Jahren schon eine Abteilung Frauenturnen und eine Gruppe von Laienschauspielern, die im zwei-Jahres-Rhythmus bei der Jahresfeier auftreten. "Außerdem haben wir in den vergangenen zehn Jahren die Gruppen ›Bambinis‹ und ›Kinderturnen‹ erfolgreich aufgebaut, um auch die jüngsten Mitglieder unserer Gemeinde für Sport zu begeistern", erklärt Schützhoff.

Die Durchführung von Veranstaltungen liege den Mitgliedern ebenfalls am Herzen. Sei es mit der Teilnahme am Dorffest, bei der traditionellen Jahresfeier mit Theateraufführung, bei der Sportwoche, in deren Rahmen die Firma Arburg ihre Betriebsmeisterschaften durchführt, beim geselligen Weinfest im Herbst, bei Vereinsausflügen oder bei der Teilnahme am Kinderferienprogramm in Loßburg.

"Ein Highlight unserer Veranstaltungen war das VfB Fußballcamp, das wir bisher zweimal auf unserem Sportgelände mit dem VfB Stuttgart durchgeführt haben", erinnert sie sich. "Das erste Mal hat es vor knapp fünf Jahren stattgefunden." Das sportlich betrachtet größte Ereignis, das ihr in Erinnerung ist, war in der Saison 2007/2008. "Damals sind wir mit einer Mannschaft in die Bezirksliga aufgestiegen. Das war einfach großartig." Neben den sportlichen Leistungen ist jedoch auch die soziale Entwicklung nicht zu verachten. "Es ist toll, dass die Organisation von Veranstaltungen über die Jahre so stark zugenommen hat", meint Schützhoff. Abgesehen von der Jubiläumsfeier mussten in diesem Jahr auch die Sportwoche und das Dorffest ausfallen. "Das Dorffest findet nur alle zwei Jahre statt. Es gibt noch keine Infos, ob es im nächsten oder erst im übernächsten Jahr nachgeholt wird." Schade sei das alles natürlich, aber aus den Reihen der Mitglieder habe sie bisher keine negativen Reaktionen vernommen. "Niemand kann etwas für diese Krise und wir können auch nichts dagegen tun. Es ist eben so." Dafür gebe es dann für die Zukunft noch einiges, worauf man sich freuen könne, nimmt die Schriftführerin die Situation entspannt hin.

Auf hohes Maß an Eigeninitiative ist immer Verlass

Wenngleich dieses Jahr nicht viel ansteht, so waren doch die vergangenen Jahre und Jahrzehnte ereignisreich. Der Verein hat momentan für die Erwachsenen zwei Mannschaften und im Jugendbereich teilweise mit den Ortsteilen Lombach und Wittendorf zusammen insgesamt sechs Mannschaften im Spielbetrieb, mit denen schon beachtliche Erfolge gefeiert werden konnten. Der ehemalige Hartplatz wurde in ein Rasenspielfeld umgewandelt, der Trainingsplatz wurde erweitert und mit einer Flutlichtanlage ausgestattet. "Ein Sportheim und eine Lagerhütte haben wir in Eigenleistung errichtet und das bestehende Gebäude mit Umkleide- und Duschräumen im Rahmen eines Erbpachtvertrages von der Gemeinde Loßburg übernommen", erklärt Schützhoff. Nachgelagert zum Sportheim-Neubau hat das Gebäude sogar eine Photovoltaik-Anlage bekommen. "Die vielen Veränderungen und die damit verbundenen Kosten, ebenso wie die regelmäßige Platzpflege, erfordern immer wieder ein erhebliches Maß an Eigeninitiative und großes Engagement bei unserer ehrenamtlichen Arbeit", gibt die Schriftführerin zu bedenken. Sie freut sich, dass auf die Mitglieder des nun 100 Jahre alten Vereins dabei Verlass ist.

Fotostrecke
Artikel bewerten
0
loading

Ihre Redaktion vor Ort Freudenstadt

Flirts & Singles

 
 
0

Kommentare

Artikel kommentieren

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.