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Loßburg "Philosophie" ziert nun Ortseingang

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Margot Jolanthe Hemberger enthüllte im Beisein vieler Gäste zusammen mit Bürgermeister Christoph Enderle (links), Landrat Klaus Michael Rückert (rechts) und Gert Poppendecker ihre Plastik "Philosophie". Foto: Haubold

Loßburg - Ein weiteres Kunstwerk ist im öffentlichen Raum in Loßburg zu bestaunen: Die Plastik "Philosophie" auf dem Grashügel neben dem Loßburger Kreisverkehr an der Einfahrt zur Masselstraße wurde bei einer kleinen Feier enthüllt und der Öffentlichkeit präsentiert. Das von Margot Jolanthe Hemberger angefertigte Werk symbolisiert die Vielfältigkeit der Formen, die vielen Möglichkeiten des Seins und des Lebens und sei ein "Spiegelbild ihrer eigenen Erkenntnisse". So beschrieb die 92-jährige Künstlerin, die der Gemeinde schone einige ihrer Kunstwerke gespendet hatte, ihre im Jahr 2013 geschaffene Plastik. Auf einem zwei Tonnen schweren Betonsockel sind figurative Formen ebenso wie runde oder ganz freie Formen zu sehen.

Mit Hilfe von Gert Poppendecker von der Firma Schwenk, ihrem langjährigen "Adlatus", wie Hemberger schmunzelnd sagte, konnte ihre Idee in Metall gegossen und geschweißt werden. Sie freue sich besonders über den Respekt, den man ihren Arbeiten entgegenbringe, sei es doch nicht selbstverständlich, dass man für moderne Kunst etwas übrig habe, betonte Hemberger.

Schon im Jahr 1986 habe sie den Einfall für dieses Werk gehabt, doch die Realisierung zog sich hin, nicht zuletzt, weil erst ein geeigneter Standort gefunden werden musste, sagte Bürgermeister Christoph Enderle. Hemberger sei es seinerzeit darum gegangen, ein Kunstwerk zu schaffen, mit dem sich die Bürger identifizieren, das das Areal verschönert und das "Entreé der Gemeinde" aufwerten solle.

Eigentlich wollte man die aus Edelstahl gebaute, rund 300 Kilogramm schwere Plastik auf dem Kreisverkehr platzieren. Aber das wurde vom Regierungspräsidium nicht genehmigt.

Nun sei man aber froh, mit der Anhöhe auf der linken Seite der Bundesstraße 294 von Freudenstadt her gesehen einen noch besseren Standort gefunden zu haben, "denn die Fahrzeuge kommen zu jeder Tages- und Nachtzeit gefahrlos daran vorbei", betonte der Rathauschef.

Bauhofmitarbeiter hatten am Nachmittag eigens eine Treppe den Hügel hinauf gebaut, damit die Gäste sich das Werk aus der Nähe anschauen konnten. Enderle dankte Hemberger, die "als Vorzeigekünstlerin der Extraklasse" noch immer viel Schaffenskraft besitze, für ihre Spende. Darüber hinaus wolle sich die Künstlerin künftig auch für die Gestaltung des Vorplatzes beim neuen Kinderhaus engagieren, teilte der Bürgermeister den zahlreichen Kunstfreunden, Ortsvorstehern, Gemeinde- und Kreisräten sowie weiteren Bürgern mit, die zu der Feier gekommen waren.

Landrat Klaus Michael Rückert sprach von einem "außergewöhnlichen Kunstwerk in außergewöhnlicher Qualität an einem sehr außergewöhnlichem Ort". Margot Jolanthe Hemberger gelte als eine Persönlichkeit, die wahrlich viel zu sagen habe. Für ihn sei es fast wie ein persönliches Geschenk, gehe von der "Philosophie" der Brückenschlag doch hin zur "Störung", ebenfalls ein Werk der Künstlerin, das vor einiger Zeit seinen Platz vor dem Landratsamt in Freudenstadt erhielt. Schließlich stießen die Gäste in einem kleinen Festzelt mit der Künstlerin auf ihre neue Plastik an.

Margot Jolanthe Hemberger, gebürtige Stuttgarterin, lebt seit 1953 in Loßburg und hat sich vor allem als Bildhauerin weit über den Landkreis Freudenstadt hinaus einen Namen gemacht.

 
 

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