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Loßburg Nicht reich – aber zufrieden

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Der Generalsekretär der CDU Baden-Württemberg und Landtagsabgeordnete Manuel Hagel besuchte den Hofbauernhof in Schömberg – ein besonderes Projekt in der Region.

Kreis Freudenstadt. Der Landespolitiker kam auf Einladung der Senioren-Union und der Jungen Union des CDU-Kreisverbands gemeinsam mit dem Landtagsabgeordneten Norbert Beck und weiteren Parteimitgliedern in den Loßburger Ortsteil. Hagel ist Mitglied im Landwirtschaftsausschuss und sagte, selbst auf einem Bauernhof groß geworden zu sein.

Andreas Hofstätter und Iris Grimm – zwei der insgesamt drei Gesellschafter des Hofbauernhofs – informierten über ihre Arbeit, die Geschichte des Hofs und die Philosophie ihres Projekts. "Landwirtschaft wird nicht in dem Maße wertgeschätzt, wie sie das verdient", sagte Norbert Beck. Ortsvorsteher Kurt Winter sprach von einem "Vorzeigehof". In Schömberg sei der Demeter-Hofladen die einzige Einkaufsmöglichkeit.

Iris Grimm berichtete von der Art und Weise, wie sie den Boden bewirtschaftet – mit dem Ziel eines qualitativ hochwertigen Ackerbodens. Eine möglichst bodenschonende Vorgehensweise und die Düngung mit Mist unterschiedlicher Tiere sorge für ein sehr gutes Pflanzenwachstum. In den vergangenen 15 Jahren habe sich der Boden "ausgezeichnet" entwickelt. Die Erntemengen seien um ein Mehrfaches gestiegen.

Angebaut werden unter anderem Möhren, rote Beete, Kohl, Salate, Fenchel, Lauch und Kartoffeln. Angebaut wird jeweils in fünfjähriger Fruchtfolge mit folgender Gründüngung, damit sich der Boden erholen könne. Geachtet werde auch auf Abwechslung beim Anbau, um die Belastung des Bodens möglichst gering zu halten. Das Thema Düngung und Qualität des Bodens habe auf dem Hof einen sehr hohen Stellenwert. "Heute machen wir auf einem Hektar Gemüse 50 000 Euro Umsatz", so Hofstätter.

Möglich sei das auch deshalb, weil viele die Arbeit auf dem Hof freiwillig unterstützten. "Für mich ist es eine der wichtigsten Arbeiten in diesem Leben überhaupt, sich Nahrungsmittel zu erarbeiten", betonte Iris Grimm. Weder sie noch ihre beiden Mitstreiter kommen ursprünglich aus der Landwirtschaft. "Wir sind alle freiwillig Bauern geworden." Alle drei haben landwirtschaftliche Berufe gelernt und teilweise studiert. Den Schwarzwald habe vor der Übernahme des Hofbauernhofs keiner von ihnen wirklich gekannt. Vom Hof erfahren habe man über eine Studienkollegin, die bei den Vorpächtern als Praktikantin gearbeitet habe.

Das erforderliche Startkapital für das vorhandene Inventar von 100 000 Euro habe man zusammengekratzt. Zwischenzeitlich leben die drei Familien vom erwirtschafteten Gewinn, rund 20 Mitarbeiter sind zudem angestellt und werden bezahlt. Reich werde man dabei natürlich nicht, sagt Hofstätter.

Gesprächsthema mit Manuel Hagel war auch Förderung. Nach wie vor sei es so, dass 20 Prozent aller landwirtschaftlichen Betriebe 80 Prozent der Förderung erhielten, so Hof-stätter. "Geredet wird zwar vom Bauernstand, gefördert werden aber die Agrarindustriellen." Hier sei die Politik gefragt, gab er Hagel mit auf den Weg. Und Iris Grimm wäre zufrieden, wenn die Arbeit von den Konsumenten endlich auch wirklich geschätzt werde.  Auf dem Hofbauernhof in der Reinerzauer Straße 13 findet am Sonntag, 15. Dezember, von 11 bis 18 Uhr ein Weihnachtsmarkt statt.

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