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Loßburg Kammermusik in besonderen Arrangements

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Das Brass & Wood-Wind-Ensemble spannte einen weiten musikalischen Bogen. Foto: Frey Foto: Schwarzwälder Bote

Loßburg. "Du meine Kirche klinge": Das war das Motto eines außergewöhnlichen Konzerts in der Versöhnungskirche in Loßburg. Das Brass & Wood-Wind-Ensemble (BWWE) tritt in einer ungewöhnlichen Besetzung auf, und auch das Repertoire ist abwechslungsreich.

Das Ensemble nimmt die Zuschauer mit auf eine musikalische Reise durch die Zeit – von der Renaissance über den Barock bis zur Moderne. Das Publikum in der gut besetzten Kirche ließ sich begeistert darauf ein und verabschiedete das Ensemble mit viel Beifall.

Fünf junge Künstler aus dem süddeutschen Raum haben sich im Brass & Wood- Wind-Ensemble zusammengefunden, um mit verschiedenen Blas- und Streichinstrumenten und speziellen Arrangements Kammermusik zu präsentieren. Sie spannen einen musikalischen Bogen von Susato über Telemann und Bach bis zu Gershwin.

Die Geige spielt Judith Hildenbrand aus Schorndorf. Die zweifache Mutter und Sozialpädagogin ist leidenschaftliche Hobbymusikerin und liebt das Musizieren in der Kirche. Der Cellist Thomas Rottmann arbeitet als Krankenpfleger an der Uniklinik Tübingen, ist ambitionierter Hobbymusiker und spielt ebenfalls hauptsächlich in Kirchen. Organist Stefan Schaber wohnt in Loßburg, arbeitet bei einer Maschinenbaufirma und ist nebenamtlich in Gottesdiensten und Konzerten an der Orgel zu hören. Trompeter Michael Fingerle ist Chemiker an der Uni Tübingen und nebenbei in verschiedener Weise – solo, im Orchester und im Posaunenchor – unterwegs. Deborah Kohler wohnt in Schopfloch, ist Musikerin und spielt verschiedene Instrumente, hauptsächlich Querflöte. Sie gibt Unterricht, tritt in Konzerten auf und spielt in Gottesdiensten.

Kohler führte durch das Programm. Es begann furios mit einer Ouvertüre in fünf Sätzen von fünf Komponisten. Der Eröffnung der Suite von Tielman Susato folgten das Air aus der Wassermusik von Georg Friedrich Händel, ein Allegro von Johann Sebastian Bach, ein Andante von Giuseppe Tartini und ein Allegro von Tomaso Albinoni. Dieses spezielle Arrangement hatte Michael Fingerle zusammengestellt.

Auch die Zuschauer konnten aktiv werden. Mit musikalischer Unterstützung erklang das Lied "Du meine Seele singe". Es folgten bekannte und weniger bekannte Kompositionen aus der Barockzeit. Besonders eindrücklich das Air aus der Orchestersuite Nr.3 von Bach in außergewöhnlicher Besetzung mit Orgel, Trompete, Cello und Geige.

Gerade diese Musik nahm Kohler zum Anlass, um über das Thema Air, Luft, Wind, Atem nachzudenken: Was wäre der Mensch ohne die Luft? Und was die Musik? Die Instrumente des BWWE bestünden aus Blech, Holz, Metall und etwas Plastik, aber was wären sie alle ohne Luft?

Übergang zur Moderne

Ein Spirituoso von Telemann und ein Solostück für die Orgel von Bach leiteten über zum Lobpreis-Medley, das Kohler arrangiert hatte. Mit verschiedenen Werken führte das BWWE die Zuschauer behutsam in die musikalische Moderne. Sie begann mit George Gershwins "Someone to Watch Over me", das in der Liedversion mit Frank Sinatra weltbekannt ist. Die präsentierte Instrumentalversion verzauberte. Ebenso der Klassiker "From a Distance" von Julie Gold. In der Liedversion gesungen von Bette Midler, erklang es an diesem Abend mit Klavier und Querflöte in einer großartigen Instrumentalvariante.

Im folgenden "BWWE-Special" hatte das Ensemble viele verschiedene Werke auf ungewöhnliche Weise kombiniert. Während mancher Zuhörer noch versuchte, die einzelnen Stücke zu unterscheiden, sangen andere schon mit, besonders bei Sinatras "I did it my Way". Gerade in diesem "Special", eigens für das BWWE arrangiert, kamen die verschiedenen Klangfarben der Instrumente zum Strahlen und erfüllten die Kirche mit frischen Klängen.

Das Konzert endete mit dem gemeinsam gesungenen "Nun danket alle Gott". Pfarrer Hans-Peter Zakes dankte den Zuschauern für ihr Kommen, den Musikern für den wunderbaren Abend und lud im Namen der Kirchengemeinde zu einem Imbiss ein.

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