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Loßburg Gemeindemitglieder packen kräftig an

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Zahlreiche freiwillige Arbeitsstunden leisten Wittendorfer Gemeindemitglieder bei der Kirchenrenovierung. Auch die Feuerwehr half bei den Abbrucharbeiten tatkräftig mit. Foto: Ulrich Bahr Foto: Schwarzwälder Bote

Bei der Renovierung der Martinskirche in Wittendorf zeigt sich der starke Zusammenhalt im Ort: Grundlegende Arbeiten für die Handwerker haben Gemeindemitglieder ehrenamtlich erledigt.

Loßburg-Wittendorf. Der Kirchturmstumpf der Wittendorfer Martinskirche ist der älteste Gebäudeteil des Orts. Er dürfte aus der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts stammen, wie Ulrich Bahr vom Heimat- und Museumsverein Wittendorf mitteilt.

1694 fiel die Kirche nebst weiteren Gebäuden einem Brand zum Opfer und wurde dank einer finanziellen Unterstützung des Klosteramts Alpirsbach wiederaufgebaut. Nach dem großen Brand in Wittendorf 1785 wurde im folgenden Jahr die Martinskirche durch Kirchenrats-Baumeister Wilhelm Friedrich Goez in der heutigen Grundform erneut aufgebaut.

Haupteingang wird wieder auf die Südseite verlegt

Noch heute ist die Jahreszahl 1786 über dem Eingangsportal zu sehen. Die Kirche wurde danach noch öfter renoviert, zuletzt umfassend 1991. Seit Jahren beschäftigte sich der Kirchengemeinderat mit Pfarrerin Regina Stierlen mit der erneut notwendig gewordenen Renovierung – von der Planung über die Finanzierung bis zur Zusammenarbeit mit dem Oberkirchenrat und dem Denkmalamt.

Das Architekturbüro Lieb & Lieb erstellte eine umfassende Renovierungsplanung, die inzwischen von den Behörden genehmigt wurde. So konnte am 8. April mit der Renovierung begonnen werden.

Die grundlegenden Arbeiten für die Handwerker – das Ausräumen des Kirchenraums, die Demontage der Kirchenbänke, das Herausnehmen von Bodenflächen und Vorarbeiten im Außenbereich – wurden ausschließlich von Gemeindemitgliedern in freiwilliger Arbeit geleistet. Unzählige Arbeitsstunden von Jung und Alt wurden dokumentiert. Es gab keine Unfälle. Auch die Wittendorfer Feuerwehr leistete einen erheblichen Beitrag: Der bisher außen liegende Treppenturm wurde an einem Samstagvormittag komplett abgerissen und der Bauschutt fachgerecht für die Entsorgung sortiert. Mit einer Spende der Feuerwehrleute für die Renovierung folgte noch eine weitere gute Tat des Teams. Dankbar nahm Pfarrerin Regina Stierlen die Unterstützung der engagierten jungen Männer entgegen.Verpflegt wurden die Helfer bei den Arbeiten durch Gemeindemitglieder.

Koordiniert werden die Arbeitseinsätze von Werner Wezel, Ralf Klöpping und Andreas Kilgus. Die Wittendorfer Kirchengemeinde ist dem Team dankbar für das Engagement. Denn dadurch, so Ulrich Bahr, können nun die Bauprofis mit Volldampf loslegen.

Die nun folgenden Renovierungsarbeiten sind umfassend. Der Haupteingang wird wieder an die Südseite verlegt, so wie es in einem Plan von 1786 aufgezeichnet ist. Dadurch kann vom Parkplatz am Friedhof her ein barrierefreier Zugang geschaffen werden.

Durch den Rückbau des außen liegenden Turms mit dem Treppenaufgang für die Empore kann nun die Emporentreppe in das Kircheninnere verlegt werden. Weitere Modernisierungen sind in der Sakristei, am Mesnerplatz und im Außenbereich vorgesehen.

Die Heizungsanlage und Beleuchtungs- sowie Schallverstärkungseinrichtung wird energetisch und technisch auf den neuesten Stand gebracht. Viel Arbeit noch, doch die Kirchengemeinde Wittendorf hofft auf Gottes Hilfe, zählt auf ihre fleißigen Helfer und freut sich auf die Wiedereröffnung der Kirche in neuem Glanz.

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