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Loßburg Freibad bleibt diesen Sommer zu

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Der Gemeinderat hat entschieden: Die Saison fällt aus. Das Risiko erscheint dem Bürgermeister zu groß.Foto: Haubold Foto: Schwarzwälder Bote

In seiner jüngsten Sitzung hatte der Loßburger Gemeinderat auch das Thema "Loßburger Bäder" auf der Tagesordnung. Einstimmig und in beachtlicher Harmonie beschloss das Gremium, dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen und das Freibad in dieser Saison geschlossen zu lassen.

Loßburg. Die Verwaltung hatte ihren Vorschlag mit dem Förderverein Loßburger Bäder abgestimmt und damit die Grundlage für ein gemeinsames Votum geschaffen. Während in den Städten und Gemeinden im Landkreis die Frage der Bäderöffnung für viel Diskussionsstoff und teils sehr kontroverse Meinungen sorgte, hatten Verwaltung und Förderverein in Loßburg ihr Vorgehen gemeinsam abgestimmt und sachlich gut begründet. Die Entscheidung wurde dem Gemeinderat damit deutlich erleichtert. Das Loßburger Freibad wird seit 2011 von einem Förderverein betrieben. Mit viel Engagement und Herzblut haben die ehrenamtlichen Mitglieder in den vergangenen Jahren das Freibad zu einem der schönsten in der Region weiterentwickelt.

Seit dem 6. Juni gibt es die Möglichkeit, Freibäder unter Auflagen wieder zu öffnen. Seither haben sich die Verwaltung und auch der Vorstand des Fördervereins mit der Thematik beschäftigt. Schnell war klar, dass die strengen Vorschriften für die Öffnung unter Pandemiebedingungen einen erheblichen Mehraufwand an Logistik und Personal bedeuten würden. Allein aus dem Ehrenamt heraus wäre dieser nicht zu bewältigen. Der finanziell größere Aufwand ginge dann zu Lasten der Kommune.

Spaßfaktor würde ohnehin wegfallen

Bisher beschäftigt die Kommune zwei Bademeister und einen Minijobber. Eine Sieben-Tage-Woche lasse sich damit nicht abdecken. Es müssten dann zwei weitere Bademeister ausgeliehen werden, sofern dies überhaupt machbar sei. Bürgermeister Christoph Enderle betonte, dass selbst bei Beachtung aller Vorschriften ein regulärer Badebetrieb nicht möglich sei. Allein die Vorschriften zur täglichen Reinigung würden zum Beispiel einen Zwei-Schicht-Betrieb erfordern, der nur Badezeiten von 11 bis 14 Uhr und von 15 bis 18 Uhr zulasse. Davor und dazwischen müsse gereinigt und desinfiziert werden. Auch der Spaßfaktor komme viel zu kurz. Allein bei der von den Kindern heiß geliebten Rutsche ständig die Abstandsregeln zu beachten, sei nahezu unmöglich.

Unmut würde wohl auch bei der Vergabe der Einlass-Tickets nur online entstehen. Und auch die Beschränkung auf die Mitglieder des Vereins und damit der Ausschluss der Touristen sei in einer Tourismusgemeinde nur schwer durchsetzbar. Insgesamt sieht Enderle kein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Risiken, die die Öffnung des Freibads mit sich bringe, und den zu erwartenden Badefreuden.

Hallenbad soll im August aufmachen

Sehr wichtig war für Enderle, dass nicht eine reine Kosten-Nutzen-Abwägung zu diesem Ergebnis geführt habe, sondern dass die Risiken einfach nicht überschaubar seien und am Ende der halbe Ort unter Quarantäne stehen könnte.

Viel Lob vom Bürgermeister gab es für den Förderverein, der in den vergangenen Jahren den Betrieb getragen und auch jetzt eine gemeinsame Entscheidung ermöglicht habe. Die Verwaltung will als Ausgleich so schnell wie möglich das Hallenbad öffnen. Es soll Anfang bis Mitte August den Gästen zur Verfügung stehen, ein Saunabetrieb sei allerdings nicht möglich.

Der Förderverein will aber ab dem 4. Juni den Kioskbetrieb im Freibad wieder einrichten, sodass den Gästen zumindest "kulinarisch" wieder etwas geboten werden kann. Damit soll auch das "Zauberland" entlastet werden, das derzeit einen wahren Besucheransturm erlebt.

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