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Loßburg Eine neue Königin der Instrumente

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Feierliche, festliche Klänge erfüllten am Sonntag die St. Martinus Kirche in Loßburg. Die katholische Kirchengemeinde hatte zum Gottesdienst mit feierlichen Orgelweihe und zur Orgelvesper eingeladen.

Loßburg. Dass der St. Martinusgemeinde mit der Anschaffung der gebrauchten Orgel der holländischen Orgelbauwerkstätte "Pels & van Leeuwen" aus ’s-Herzogenbosch ein Glücksgriff gelungen war, bewies nicht nur die Musik. Dies bestätigte auch Kirchenmusikdirektor Karl Echle bei seiner Orgelvorstellung: In Bezug auf Formensprache, Größe, Klang und nicht zuletzt den "sensationell günstigen Preis" sei die neue Orgel ein Glücksfall.

Große musikalische Bandbreite geboten

Vom Wohlklang ihrer neuen Kirchenorgel konnten sich die vielen Besucher bei beiden Veranstaltungen ausgiebig überzeugen. Hatte doch der Kantor zu Orgelweihe und Orgelvesper ein anspruchsvolles musikalisches Programm zusammengestellt, das sowohl reine Orgeldarbietungen als auch Orgelstücke, die durch Gesangseinlagen des Kantors untermalt wurden und Musikstücke für Orgel und Trompete beinhaltete. Dabei überzeugten sowohl Echle an der Orgel und mit seiner volltönenden Tenorstimme aus auch Christian Pöndl als Solotrompeter.

Festlich ertönte da Johann Sebastian Bachs "Allein Gott in der Höh‘ sei Ehr", klanggewaltig interpretierten Echle und Pöndl "Nun danket alle Gott" oder Telemanns "Sonate in D-Dur für Trompete und Orgel". Auch mit dem für Trompete und Orgel komponierten Stück "Oh könnt ich fliegen wie Tauben dahin" von Felix Mendelssohn Bartholdy erfreuten die beiden Musiker ihr Publikum.

Welche große Bandbreite und welche enorme musikalischen Möglichkeiten die neue Orgel bietet, erläuterte Echle dem interessierten Publikum: Denn während das alte Orgelpositiv aus dem Jahr 1965 sich klanglich "schon lange als sehr unzureichend" für den Loßburger Kirchenraum erwiesen hatte und jetzt in Polen in einem geeigneteren kleinen Kirchenraum seinen Dienst tut, nur über ein Manual und sechs Register verfügte, hat die neue Orgel zwei Manuale, zehn Register und 642 Pfeifen. Die tiefste Pfeife ist 2,40 Meter hoch. Das Orgelwerk besteht aus Mahagoni, teilweise auch aus Ebenholz, Eiche und Palisander.

Ausgesucht auf einer Rundreise

Wie Echle, der als Orgelsachverständiger das Orgelprojekt der St. Martinusgemeinde betreute, ausführte, hatte er sich zuvor auf einer Rundreise viele zum Verkauf stehende Orgeln angeschaut. Dabei hatte er die im Jahr 1968 von der renommierten Orgelbauwerkstätte "Pels&Van Leeuwen" erbaute Orgel als die für den Loßburger Kirchenraum geeignetste gefunden. Eine Tatsache, die Echle den interessierten Besuchern durch das Abspielen der einzelnen Register, von der Rohr- und Waldflöte bis zum hohen Cornett, nochmals eindrücklich demonstrierte.

Welche große Zufriedenheit in der Loßburger Kirchengemeinde über ihre neue Orgel herrscht, zeigte sich auch bei der Festpredigt von Pater Emmanuel. Mit spürbarer und geradezu ansteckender Freude beschrieb Emmanuel die Orgel als Königin der Instrumente, "deren Klänge so unterschiedlich sein können wie bei keinem anderen Instrument". In seiner Predigt verwies Emmanuel darauf, dass Orgelklänge die Herrschaft Jesu Christi huldigen und ging auf die Lebensgeschichte der Heiligen Cäcilie, die als die Schutzheilige der Orgeln gilt, ein.

Überhaupt hat Musik für Emmanuel eine große Bedeutung und ist zugleich Ausdruck von Dank und Lobpreis und Transportschiene für die Begegnung mit Gott ist. Musik eröffne dabei, so der Pater, "Welten, die unseren Horizont bei Weitem übersteigen". Eine Überzeugung, von der sich die andächtigen Zuhörer anhand der Musikstücke ein eigenes Bild machen konnten.

Die Orgelsegnung, bei der Pater Emmanuel von den zwei kleinen, mit Mundschutz ausgestatteten Ministranten unterstützt wurde, rundete den Gottesdienst ab.

Die Orgel erklang auch, gleichfalls gespielt von Karl Echle in Verbindung mit geistlichen Texten und Impulsen mit Pfarrer Anton Bock, bei der Orgelvesper.

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