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Loßburg Ein neuer Raum für die Jugendlichen

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Grundschulbetreuung, ein neuer Jugendtreff und die Entwicklung eines Bikeparks. Das Jugendreferat hat alle Hände voll zu tun. Über ihre Arbeit sprach Jugendreferentin Sonja Müller in der jüngsten Sitzung des Loßburger Gemeinderats.

Loßburg. Die Räume der offenen Jugendarbeit sind in der Gemeinschaftsschule Loßburg untergebracht. Dort steht den Kindern auch die Mensa mit Essensausgabe zur Verfügung. Im Laufe der Fertigstellung des Mensa-Neubaus (wir berichteten) wurden die ursprünglichen Räume der Jugendarbeit umgebaut, um sie für Jugendliche attraktiver zu machen.

"Tagsüber betreuen wir die Grundschüler im offenen Treff, abends kommen manchmal die Jugendlichen", sagte Müller. "Aber in der Regel mit Absprache, weil sich ein fester Jugendtreff mit bestimmten Zeiten nie ergeben hat." Und: "Spätestens ab der fünften Klasse war der Treff uninteressant," fügte sie hinzu. Nun versuche man sich an einer Neuausrichtung, stärker auf Jugendliche bezogen. Dafür wurden sowohl bei der Planung als auch bei der Umsetzung interessierte Jugendliche einbezogen.

Sofas aus Holzpaletten gebaut

Dazu präsentierte Müller Bilder von den Jugendlichen, auf welchen sie ihren Treff gestalten. Aus Holzpaletten bauten sie zum Beispiel gemeinsam Sofas. Inzwischen gibt es einen separaten Raum zum Basteln, Werken und Gestalten. Der Raum könne zudem genutzt werden, wenn verschiedene Cliquen zeitgleich im Jugendtreff sind, jedoch ihren eigenen Bereich benötigen. Außerdem gibt es einen Spiel-Bereich mit Billard, Airhockey, Flipper, Kicker und Darts sowie einen Bistro-Bereich mit neu gestaltetem Tresen.

Beliebt ist der Multimedia-Bereich mit Sofas, Konsolenspielen, DVD-Player, Beamer, Musikbox und PC. Nicht fehlen durfte eine offene Küche, die die Jugendlichen nutzen können. Das einzige Problem, so Müller, sei nur noch die Absprache zum Treffen. "Wir nutzen Instragram, aber bisher nur, um den Jugendlichen zu schreiben. Das wollen wir aber weiterentwickeln."

Zur Sprache kam außerdem das bisherige Ergebnis des Jugendhearings (wir berichteten). Die Bikepark-Gruppe, so Müller, sei besonders aktiv. Viele Jugendliche hätten sich bereits gemeldet. Sie hofften, bald einen Ort für ihre Fahrrad-Tricks zu haben. "Mir fällt immer wieder auf, wie viele Jugendliche mit ihren Fahrrädern im Ort unterwegs sind", sagte die Referentin. "Und vor allem, was die können!"

Ein Video zum Projekt habe innerhalb von fünf Tagen 350 Aufrufe und 60 Instagram-Follower generiert. "Das zeigt, dass es eine tolle Idee mit vielen Unterstützern ist." Jetzt fehlten nur noch Unterstützer, die eine Realisierung ermöglichen können.

Auch am Streetworking dranbleiben

Thomas Gisonni, FWV-Gemeinderat und Direktor der Gemeinschaftsschule, sprach von einer "tollen Entwicklung". Das Jugendreferat sollte aber auch die "Gruppen von Jugendlichen, die Probleme machen", nicht aus den Augen verlieren. "Die werden wir mit dem Bikepark nicht auffangen", sagte er. "Wir sollten auch am Streetworking dran bleiben."

Neben dem Angebot für Jugendliche bleibt aber auch die Grundschulbetreuung weiterhin ein Schwerpunkt der Jugendarbeit. "Die Kinder sind verschieden, manche brauchen nach der Schule erst einmal eine Pause, andere Action, weil sie so lange still sitzen mussten", sagte Müller. Deswegen gebe es verschiedene Räume, zum Beispiel einen Bewegungsraum mit einer Bühne, auf der die Kinder gerne etwas vorspielen, oder einen Bastelraum für die ruhigeren Kinder.

Dass die Mensa der Gemeinschaftsschule umgebaut wurde, erleichtere die Arbeit, vor allem in Corona-Zeiten. "Jetzt können die Kinder besser auseinander sitzen. Die Grundschüler haben jetzt einen eigenen Bereich, abgetrennt von dem ganzen Trubel, der normalerweise herrscht", sagte Müller.

Dennoch sei die Koordination alles andere als einfach. Die Corona-Regeln verursachen einen höheren Personalbedarf. "Jemand muss alles eindecken, weil sich die Kinder ihr Besteck nicht mehr selber holen dürfen. Und dann werden sie klassenweise zur Ausgabe gerufen." Auch Selbstbedienung sei nicht möglich.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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