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Loßburg Ein neuer Pfarrer mit Auftrag und Erfahrung

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Andreas Heid und seine Frau Birgit freuen sich auf einen neuen Lebensabschnitt im Schwarzwald, wo er als Gemeindepfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Fürnsal-Oberbrändi arbeiten wird. Fotos: Göttling Foto: Schwarzwälder Bote

Andreas Heid möchte den Menschen "die Tür öffnen für die Begegnung mit Gott". Für ihn und seine Frau Birgit steht mit Arbeitsbeginn am Dienstag, 15. September, als Ortspfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Fürnsal-Oberbrändi ein neuer Lebensabschnitt bevor.

Loßburg-Oberbrändi/Dornhan-Fürnsal. Nach "prägenden und erfüllenden Jahren" auf der Schwäbischen Alb zieht es den evangelischen Pfarrer Andreas Heid mit seiner katholischen, aus dem Raum Rottweil stammenden, Frau Birgit in den mittleren Schwarzwald ins Pfarramt Fürnsal-Oberbrändi.

In freudiger Erwartung eines neuen Lebensabschnitts tritt der 52-Jährige zur Monatsmitte eine eigenständige, gemeindeleitende Pfarrstelle an. Mit seinem Wirken möchte er "den Menschen die Tür ins Vaterhaus Gottes weit aufmachen".

Die "Vertiefung der Glaubensbeziehung zu Gott durch Gottesdienst, Schulung und gemeinsame Erlebnisse" sind dem gebürtigen Reutlinger ein Herzensanliegen. Er mag dörfliche und kleinere Kirchengemeinden mit "familiärem Charakter". Eine gute Gemeinschaft, Gottesdienste und Gemeindegesänge sieht er "als Gottes Geschenk und Gabe" an. Gemeinsam den Glauben zu leben und mit Unternehmungen wie Gemeindeausflügen und Wanderungen auch ganz praktisch miteinander unterwegs zu sein, das begeistert den Bibelkenner und geselligen Menschen.

Dem mit der Gemeinschaftsbewegung in Württemberg verbundenen Protestanten gefällt es besonders, wenn "landeskirchliche Gemeinschaften in die Gemeindearbeit vor Ort integriert und personell involviert sind". Als großen Schatz entdeckte Heid in seiner letzten Station auch "die vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Ökumene, die in Zeiten des Mitgliederrückgangs der beiden großen christlichen Kirchen immer wichtiger wird".

In einer immer weniger von christlichen Werten geprägten Gesellschaft sei die Weitergabe des christlichen Glaubens "eine besondere Herausforderung geworden", so Heid. Er wolle mit den Menschen ins Gespräch kommen, gemeinsame Aktionen starten und über eine aktive Gemeinde mit persönlichen Begegnungen Menschen erreichen. Das könne "in Hauskreisen geschehen, wo die Gemeinde als Ort der Stärkung eines lebendigen Glaubens erlebt werden kann". Der Pietismus und ein bewusst gelebter Glaube, als Weiterführung einer traditionell-kirchlichen Ausrichtung, haben Heids Leben schon im Jugendkreis seiner Heimatgemeinde stark geprägt, berichtet er: "Mein theologisches Denken hat das Ziel, den Gott, der in Jesus Christus Sünden vergibt und ewiges Leben schenkt, zu verkündigen."

Lebenslauf mit vielen Wegen und Stationen

"Grundsätzlich besteht meiner Ansicht nach der Auftrag der Gemeinde darin, Menschen zum Glauben zu führen und sie im Glauben zu stärken", bekundet der künftige Fürnsaler Pfarrer. Dies könne durch persönliche Kontakte mit gelebter Wertschätzung füreinander und durch klassische Gottesdienste wie auch durch "alternative Formen der Verkündigung" geschehen. Familienfreundliche Angebote wie auch Verbindungen zu Vereinen sind dem Pfarrer sehr wichtig. Privat freut sich Heid für die Zeit im Schwarzwald nicht zuletzt auf schöne Wanderungen und Radtouren.

Der Lebenslauf des württembergischen Pfarrers beinhaltet viele Wege und Stationen. Andreas Heid kam 1968 in Reutlingen zur Welt. Nach dem Erwerb der Allgemeinen Hochschulreife in Reutlingen leistete er seinen Zivildienst in einer Sonderschule für Menschen mit Behinderungen in den Mariaberger Heimen. Danach folgten das Studium der Evangelischen Theologie sowie das Erste Theologische Examen in Tübingen, ehe Heid als "Gemeinschaftspfleger", beziehungsweise Prediger, im Evangelischen Gemeinschaftsverband Württemberg im Bezirk Reutlingen arbeitete. Er fand dort Freude am Predigen und daran, "die Bibel besser zu studieren und Bibelwissen alltagsrelevant zu vermitteln, aber auch unterschiedlichste Menschen zu besuchen, zu begleiten und zu schulen".

Die Jugendarbeit und die Organisation von Freizeiten lagen ebenfalls in seinem Aufgabenbereich. Nach diesen vielseitigen Erfahrungen ging Heid ins Ausbildungsvikariat der Evangelischen Landeskirche in Gingen an der Fils zwischen Stuttgart und Ulm, ehe er zunächst Pfarrer zur Anstellung in Filderstadt-Sielmingen wurde.

Verdreifachung der Besucherzahlen

Es folgten weitere Umzüge und Erfahrungen: Heid arbeitete als Geschäftsführender Pfarrer in Tuningen (Schwarzwald-Baar-Kreis) sowie als Pfarrer im Kirchenbezirk Schorndorf und in Remshalden (in Hebsack-Rohbronn und Grunbach-Ost). In den letzten Jahren – seit 2017 – war er für Dienste im Kirchenbezirk Balingen in der Rufbereitschaft am Klinikum Sigmaringen und für Aufgaben und Projekte in der Kirchengemeinde Winterlingen-Straßberg eingesetzt. Im Sonntagsgottesdienst in Straßberg erlebte er eine Verdreifachung der Gottesdienstbesucherzahlen.

Weitere Informationen: Die Investitur von Pfarrer Andreas Heid, die aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie nur für geladene Gäste zugänglich ist, findet am Sonntag, 27. September, ab 10 Uhr statt.

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