Auch unter einem Oktoberfestmotto standen die Blutspenden schon.Foto: DRK Foto: Schwarzwälder Bote

Jubiläum: Ortsverein Wittendorf veranstaltet bereits 50. Aktion / Auch viele Auswärtige kommen vorbei

Seine 50. Blutspendeaktion veranstaltet der DRK-Ortsverein Wittendorf am Mittwoch, 31. März. Quasi als Geburtstagsgeschenk wünschen sich die Ehrenamtlichen, den 10 000. Blutspender begrüßen zu können.

Loßburg-Wittendorf. Wenn Walter Morlock, Vorsitzender des DRK-Ortsvereins Wittendorf, auf die Blutspende-Geschichte seines Ortsvereins zurückblickt, hat er einiges zu berichten, heißt es in einer Mitteilung des DRK-Kreisverbands.

"Wir waren früher die Blutspende-Feuerwehr. Wir haben überall geholfen, wo man uns gebraucht hat", berichtet Morlock. Ob in Loßburg, Alpirsbach oder Dornstetten – überall in der Umgebung sammelten die Ehrenamtlichen ihre Erfahrung.

Als der damalige Blutspende-Referenten Hans-Peter Reiß vom Konservenmangel berichtete, zögerte der DRK-Ortsverein Wittendorf nicht und setzte 1994 die erste Blutspende-Aktion in Wittendorf um. Von Anfang an setzten die Ehrenamtlichen auf eine familiäre Atmosphäre. "Bei uns durften die Spender ihre Kinder mitbringen, die auch ein Vesper bekamen", so Morlock.

Auch für Nachwuchs einiges geboten

Das Jugendrotkreuz bot für den Nachwuchs einiges an, so dass diese Kinder heute gerne noch als Spender zu den Blutspende-Aktionen nach Wittendorf kommen, so das DRK. Zudem erhielt jeder Spender ein kleines Geschenk.

Mit örtlichen Partnern bot der DRK-Ortsverein Motto-Blutspendeaktionen an, wie das "Oktoberfest", "Ab auf die Liege" und weitere. So gab es beispielsweise ein Weißwurstfrühstück mit alkoholfreiem Bier oder ein DRK-Herz.

Wer mal schnell bei der Blutspende-Aktion in Wittendorf vorbeischauen wollte, fand nach der Spende noch viele Menschen für eine gute Unterhaltung im Vesperbereich. "Da ist schon so mancher zwei Stunden lang sitzen geblieben", erinnert sich Morlock, der sich zusammen mit Jürgen Maser gerne Zeit für die Spender nimmt.

Wer den Ortsverein Wittendorf kenne, verstehe auch, warum dieser keine Probleme hat, Helfer für die Blutspende-Aktion zu finden, so das DRK. "Es kam schon vor, dass ich bei einem Spaziergang Leute angesprochen habe und die haben bei der nächsten Aktion mitgeholfen", berichtet Morlock. Durch diese Unterstützung aus der Bevölkerung werden die Aktiven entlastet. Daher ist Morlock stolz, dass sich rund zwei Drittel der Helfer, die keine aktiven Mitglieder im Ortsverein sind, mit Herzblut einbringen.

Auch wurden über die Blutspendeaktion aktive Mitglieder gewonnen, die heute ihr Können in die verschiedenen Bereiche des Ortsvereins einbringen. Vor Corona wurden nach der Blutspendeaktion alle Helfer mit einem guten Essen in einem Restaurant verpflegt. Es gab aber auch schon Ausflüge für die Helfer zum Blutspendedienst Baden-Baden, wo die Teilnehmer sich ein Bild von der Laborarbeit machten.

Miteinander als Erfolgsrezept

Das Miteinander ist ein Erfolgsrezept der Blutspendeaktion in Wittendorf. "Wenn ich mir überlege, dass wir rund 1100 Einwohner und über 200 Spender haben – da müsste jeder Vierte zur Blutspende kommen. Das ist gar nicht möglich", erklärt Walter Morlock, dass durch das familiäre Umfeld Spender aus der ganzen Region nach Wittendorf kommen. Zu Höchstzeiten wurden 360 Spender verzeichnet, darunter auch zahlreiche Erstspender.

Seit 2010 ehren die Ortsvereine Loßburg und Wittendorf zusammen mit der Gemeinde Loßburg Mehrfachspender. Zuvor wurden diese bei der Hauptversammlung des Ortsvereins geehrt.

Eigentlich wollte der Ortsverein Wittendorf für die 50. Blutspendeaktion ein Zelt aufstellen. "Aber gerade ist das aufgrund von Corona nicht möglich", so Morlock. Trotzdem bekomme jeder Spender bei der Jubiläumsblutspende am 31. März ein Geschenk, wofür sich die Ehrenamtlichen schon wieder große Mühen machten.

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