Jeder Haken ist besetzt – ebenso wie jeder Kindergartenplatz in Wittendorf. Foto: © Frank Lambert – stock.adobe.com Foto: Schwarzwälder Bote

Betreuung: Es mangelt an Kindergartenplätzen / Kirchenbezirk und Gemeinde planen Besprechung

In das Thema Kindergarten Wittendorf kommt Bewegung. Die Betreuungsplätze sind knapp, aber Kirchenbezirk und Gemeindeverwaltung wollen eine Lösung finden. Ein Treffen ist diesbezüglich Anfang kommender Woche anberaumt.

Loßburg-Wittendorf. Der Lo ßburger Ortsteil Wittendorf ist sehr gefragt, vor allem unter jungen Familien. Freie Bauplätze sind schnell vergriffen, die Geburtenzahlen laut Ortsvorsteher Gottlob Huß schon seit Jahren für eine so kleine Gemeinde ungewöhnlich hoch. Mit dem Bau des Kinderhauses in Loßburg vor vier Jahren sah man das Problem gelöst. Da die Gruppen jedoch schneller als erwartet voll waren, musste der alte Kindergarten im Ort doch wieder geöffnet werden. Die Wartelisten sind nach wie vor lang, Betreuungsmöglichkeiten für unter Dreijährige gibt es gar nicht in Wittendorf (wir berichteten). Wie will die Gemeinde das Problem lösen?

Besprechung wegen Corona in kleinerem Kreis geplant

"Es gibt hier besorgte Elternstimmen, dass ihre Kinder keinen Kindergartenplatz erhalten", bestätigt Bürgermeister Christoph Enderle. "Der Kindergarten ist aber nicht in kommunaler Trägerschaft, sondern in der des evangelischen Kirchenbezirkes Freudenstadt." Bezüglich dieses Themas wolle der Kindergartenausschuss tagen und die Kindergartenplatzsituation darstellen. "Leider fehlten hier noch die Zahlen des evangelischen Kirchenbezirkes und der Terminvorschlag." Die Gemeinde sei gebeten worden, die Koordination zu übernehmen, weil seitens der Kirche dies "schleppend voran geht und den Unmut die bürgerliche Gemeinde und der Ortschaftsrat Wittendorf/Lombach abbekommt", so der Bürgermeister. Nun gibt es jedoch einen Lic htblick in Hinsicht auf die Lösungssuche. Direkt nach den Ferien war ein Termin für die weitere Besprechung angesetzt, der aber wegen der vorherrschenden Corona-Situation verschoben werden musste. Dekan Werner Trick vom evangelischen Kirchenbezirk kündigt nun ein Treffen zwischen den Kirchen- und den Gemeindevertretern an, das Anfang kommender Woche stattfinden soll. Ist das das Ende der "schleppenden Koordinationsversuche"?

"Ich habe mit Herrn Bürgermeister Enderle telefoniert. Wir hatten ein gutes Gespräch", erklärt Dekan Trick dazu. "Herr Enderle hat mir gesagt, dass das Rathaus nicht gemeint habe, dass die Zusammenarbeit mit dem Kirchenbezirk schleppend sei, sondern dass die Terminabsprache vor Weihnachten, und das in der Coronazeit, schleppend gewesen sei", korrigiert er. Das Rathaus und der Kirchenbezirk wollen auch im Blick auf die Kindergartenarbeit "weiterhin gut und vertrauensvoll miteinander zusammenarbeiten."

Dass das Treffen bisher nicht zustande gekommen sei, hänge damit zusammen, dass für das Gespräch ein größerer Kreis eingeladen war. Ein Zusammenkommen in dieser Zusammensetzung sei in Coronazeiten nicht vertretbar gewesen.

"Wir haben nun vereinbart, dass wir, also Rathaus und Kirchenbezirk, uns zeitnah, genauer: Anfang nächster Woche, in einem kleinen Kreis treffen und die Dinge miteinander absprechen", versichert der Dekan.

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