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Loßburg Der Kalender spiegelt Corona wider

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Sind stolz auf den neuen Fotokalender: Projektleiter Bernd Heinzelmann (von links), René Neuhaus, Michelle Neuhaus, Chantal Gerspacher und Edwin Benner, Fachbereichsleiter Jugendhilfe. Foto: Straub Foto: Schwarzwälder Bote

Die Corona-Krise haben Kinder und Jugendliche des Jugendhilfeverbunds Kinderheim Rodt und der Ludwig-Haap-Schule der Bruderhaus-Diakonie in einem Fotokalender für das Jahr 2021 verarbeitet.

Loßburg. Die Freunde fehlten, zeitweise waren keine Besuche mehr bei den Eltern möglich. "Fast alles war auf einmal weg", wird Michelle Neuhaus’ Kommentar über das schwierige Jahr 2020 in der Mitteilung der Einrichtung zitiert. Die 17-Jährige lebt wie ihr Bruder René (16) im Kinderheim Rodt der Bruderhaus-Diakonie in Loßburg.

Virus wird symbolisch abgeschossen

Zusammen mit anderen Kindern und Jugendlichen haben sie sich kreativ mit der Corona-Krise beschäftigt und die Ergebnisse in einem Fotokalender festgehalten. Auf der November-Seite zum Beispiel steht Michelle Neuhaus mit versonnenem Blick vor einer Folienwand, die Menschen dahinter sind undeutlich zu erkennen. Sie wirken entfernt, obwohl sie nah sind. Als Model abgebildet zu sein, sei etwas Besonderes. "Kommt gut rüber", so ihr Kommentar zu dem Bild. Ihr Bruder René hatte die Idee, das Virus symbolisch abzuschießen. "Es ist nervig", sagt er und zeigt stolz sein Bild für den Monat April.

Fotograf nimmt sich ein ganzes Wochenende Zeit

Es ist eine ungewöhnliche Ausgabe des Fotokalenders, der in seinem zehnten Jahr in einer Auflage von 1400 Stück verteilt und verkauft wird. In vielen Büros und Wohnungen erinnert er das ganze Jahr über an die Arbeit, die im Jugendhilfeverbund Kinderheim Rodt und in der Ludwig-Haap-Schule geleistet wird. Die Schutzgebühr von fünf Euro kommt der Jugendhilfe zugute.

"Der Jubiläumskalender sollte etwas ganz Besonderes werden. Und das wurde er auch", so Edwin Benner, Fachbereichsleiter Jugendhilfe. Ähnlich wie beim ersten Kalender, der das Leben in den Wohngruppen und der Schule darstellte, sind die meisten Bilder auf dem Gelände der Bruderhaus-Diakonie aufgenommen worden – auch weil Ausflüge in diesem Jahr kaum möglich waren. Layout und Kalendarium hat Elke Andres erstellt, die Fotos stammen von Dennie Max Pfau aus Loßburg. "Er hat sich ein ganzes Wochenende Zeit genommen und ist auf die Ideen und Wünsche der Kinder eingegangen", so Projektleiter und Erlebnispädagoge Bernd Heinzelmann, der die Kinder und Jugendlichen mit Begeisterung und Engagement unterstützt. Es habe viele positive Rückmeldungen gegeben, die zum Weitermachen motivierten, so Heinzelmann. Was macht Mut? Was ist in Corona-Zeiten wichtig geworden? Was macht Angst? Was fehlt einem in dieser Zeit? Das waren Fragen, um die es in einem Vorbereitungsworkshop ging. Während des Fotoshootings entstanden auf diese Weise neben geplanten Bildern auch spontane Schnappschüsse.

Amüsant sind die letzten beiden Seiten des Kalenders. Ähnlich wie bei einem Suchspiel sind Kinder, Jugendliche und Betreuungskräfte mit und ohne Maske porträtiert."Das war echt lustig", so die zehnjährige Chantal Gerspacher. Wie viele Jüngere sieht sie die Situation gelassen. Das Juni-Bild des Kalenders zeigt sie mit Freundinnen beim Picknick auf dem Heimgelände. Den Satz dazu hat sie selbst formuliert: "Dann machen wir es uns halt gemütlich."

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