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Loßburg Corona-Krise: Freibadsaison steht auf der Kippe

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Das Loßburger Freibad wird in diesem Jahr wohl kaum öffnen. Foto: Haubold

Loßburg - In Sachen Freibadsaison ist der Förderverein Loßburger Bäder hin- und hergerissen. Mit Spannung wurden die Ergebnisse der jüngsten Ländersitzung zu erweiterten Corona-Lockerungsmaßnahmen erwartet. Doch noch tut sich nicht viel.

"Derzeit noch nicht abschätzbar" prangt aktuell auf dem Corona-Fahrplan der Landesregierung. Lediglich Spaß- und Freizeitbäder sollen ab Pfingsten zunächst nur für Schwimmkurse und Schwimmunterricht geöffnet werden.

Während nun manche Bundesländer in der Exit-Strategie gegen Ende Mai die Freibäder öffnen, sind die Bäder in Baden-Württemberg weiterhin in der roten Stufe des Ampelsytems gelistet. Das heißt, dass es auch nach Pfingsten keine Klarheit gibt, wann und wenn ja mit welchen Auflagen die Freibäder geöffnet werden können.

Förderverein betreibt Bad in Eigenregie

Ein entsprechendes Regelwerk für den Betrieb von Bädern unter abflauenden Pandemiebedingungen habe die Deutsche Gesellschaft für das Badewesen (DGfB) zwar erstellt, aber selbst wenn es noch zu weiteren Lockerungen in Bezug auf die Freibäder käme, sei unter den Auflagen, die die DGfB in ihrem Pandemieplan veröffentlicht hat, ein Badebetrieb für den Verein nur schwer vorstellbar, so der einstimmige Tenor des Vorstands des Fördervereins Loßburger Bäder laut einer Pressemitteilung. Bei Bädern, die rein von Städten oder Gemeinden mit angestellten Mitarbeitern betrieben werden, sehe die Sachlage für eine Öffnung natürlich anders aus.

Seit 2011 betreibt der Förderverein infolge der letzten Wirtschaftskrise das Loßburger Freibad in Eigenregie. Mit der Betriebsübernahme habe es der Förderverein geschafft, seinen eigenen Stil zu entwickeln, um eines der schönsten Freibäder in der Region zu erhalten und weiter auszubauen, sind die Verantwortlichen laut ihrer Mitteilung überzeugt. Der Verein und dessen Mitglieder hätten seither viel Geld und Arbeit investiert.

Was den Epedemieplänen diverser Gremien aber jetzt schon zu entnehmen sei, sei die Tatsache, dass ein öffentlicher Betrieb nur mit zusätzlichen Auflagen im Bereich Hygiene und darüber hinaus mit einer Reglementierung der Besucherzahlen möglich sein werde. Dies bedeute "einen massiven Mehraufwand bei Planung und Organisation". Solle sich der Aufwand rechnen, brauche es allerdings auch genügend Badegäste, um zumindest nach der Saison eine schwarze Null zu schreiben, so der Verein.

Da die Organisation des Freibads ehrenamtlich betrieben werde, könne der Bäderverein momentan nicht verlässlich sagen, ob kurzfristig die geforderten Maßnahmen neben den beruflichen Tätigkeiten umgesetzt werden können. Zudem laufe das Hauptgeschäft in den Monaten Juni und Juli. Wenn eine Lockerung erst später komme, so sei hinsichtlich der Personal- und Betriebskosten eine Öffnung nicht betriebswirtschaftlich.

Denn nur wenige Wochen aufzumachen, mache finanziell keinen Sinn. "Der wirtschaftliche Schaden wäre sogar größer, als wenn das Bad ganz zugelassen wird", so der Vereinsvorstand weiter. "Bleibt das Bad geschlossen, spart man Energie- und Personalkosten."

Zeitfenster immer enger – auch für Mitarbeiter

Während einer Badesaison beschäftigt der Verein nach eigenen Angaben 25 bis 30 Mitarbeiter, zumeist Ferienjobber in den Bereichen Kasse, Kiosk und Reinigung. Die meisten davon seien im Alter unter 18 Jahre. Wegen der unsicheren Lage hätten bisher auch noch keine Mitarbeiter eingestellt werden können, wobei die Stellenbesetzung normalerweise bis Mitte April abgeschlossen wäre. Auch was diesen Aspekt angeht, werde das Zeitfenster immer enger. Aus Gründen der Vereins- und Gesundheitssicherheit der Badegäste sei es fraglich, ob man Ferienjobbern unter 18 die Aufgaben in dieser prekären Situation aufbürden könne, so der Verein. Des Weiteren bedürfe es auch einer gewissen Vorlaufzeit, bis das Bad hochgefahren ist.

Eine Möglichkeit bestünde noch, dass sich kurzfristig genügend Vereinsmitglieder ab 18 Jahre bereiterklären, die nicht zur Risikogruppe gehören, in den genannten Bereichen den laufenden Betrieb zu unterstützen. Einen hohen Stellenwert komme natürlich dem Hygiene- und Reinigungsbereich zu, vermehrt tagsüber und am Abend. Ebenfalls müsste der Kioskbetrieb in dieser Saison auf ein Minimum beschränkt werden.

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