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Loßburg "Böhmischer Groove" hält Einzug

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Wilfried Rösch arbeitete mit den Musikern von "Blech gehabt" am "Böhmischen Groove".Foto: Verein Foto: Schwarzwälder Bote

Mit Wilfried Rösch hatten die Polkafreunde "Blech gehabt" einen Experten in Sachen Böhmische Blasmusik zu Gast bei einer Probe.

Loßburg-Betzweiler. Die böhmische Blasmusik mit ihren markanten Elementen wurde von Ernst Mosch bekannt gemacht und erfreut sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit, speziell im süddeutschen Raum. Wichtiges Stilmittel dabei sind die prägnanten Schwerpunkte auf eins und drei im Takt und die leicht verzögerten, kurzen Schläge auf zwei und vier, also: schwer – leicht – schwer – leicht. Dass sich das aber in der regelmäßigen Probenarbeit nicht immer so ganz einfach umsetzen, lässt haben die Polkafreunde "Blech gehabt" aus Betzweiler erkannt.

Ein Experte sollte das Thema näher bringen und Hilfe war schnell gefunden. Wilfried Rösch bietet unter dem Titel "der böhmische Groove" Kurse für Laienmusiker an. Selbst mehr als 25 Jahre lang Leiter der "Original Böhmischen" und seiner "böhmischen Freunde" mit über 720 Auftritten und vielen veröffentlichten Tonträgern ist er Experte auf diesem Gebiet.

Im Musikerheim des MV Betzweiler trafen sich die Musiker mit dem "Jürgen Klopp der Blasmusik" – so kündigte Organisator Dirk Lampprecht Rösch an. Fünf Polkas und ein Marsch waren im Vorfeld mit ihm ausgewählt worden für die Detailarbeit. Nach einer kurzen theoretischen Einführung in den "böhmischen Groove", die "böhmische Viertel" und weitere Bestandteile der Blasmusik startete die Arbeit mit dem Klassiker "Egerland – Heimatland".

Dass man sich an den einzelnen Stellen durchaus festbeißen kann, erfuhren Rhythmusgruppe (Posaune, Tuba, Schlagzeug), hohes und tiefes Blech und auch das Holz-Register schnell. Über zwei Stunden wurde der Klassiker von Ernst Mosch in seine böhmischen Bestandteile zerlegt. Rösch war voll in seinem Element. Als der Kapellmeister mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war, wurde eine Aufnahme des Stücks erstellt, und man ging zur nächsten Polka über: "Böhmisch-Ola". Bereits da war klar, dass die sechs geplanten Stücke an diesem Tag nicht zu schaffen waren.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurde dann aber auch "Böhmisch-Ola" aufgezeichnet. Zum Abschluss des Probentags wurde eine der Lieblingspolkas von Rösch und seinem Publikum aufgelegt – die "Polka Nr. 37". Eine 16-minütige Version wie beim Abschiedskonzert der "Böhmischen Freunde" 2015 in Empfingen schafften die Musiker zwar nicht, aber ihr Ansatz und die Kondition von Rösch waren ähnlich aufgebraucht als damals beim letzten Stück um 2.30 Uhr in den Morgenstunden. Bei so mancher Stelle tauchte Rösch unvermittelt direkt vor dem Notenständer des einen oder anderen Musikers auf, um seinen Anweisungen mit mehr Präsenz Nachdruck zu verleihen. Nun wollen die Musiker die wertvollen Tipps in die künftige Probenarbeit einbauen. Ein weiterer Workshop mit Rösch wurde bereits vereinbart – für März 2021.

Weitere Informationen: www.blecht-gehabt.de

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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