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Loßburg Bier für die Narren beendet den Streit

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Den Schlüssel für das ­Rathaus ist Bürgermeister Christoph Enderle ­zumindest bis Aschermittwoch los. Trotz allem ­Bitten und Flehen entmachteten ihn die Kinzig-Geister und die Schlossberg-Hexen zum Schmotzigen Donnerstag.

Loßburg. Gegen 16 Uhr hatte sich die Loßburger Narrenzunft vor dem Rathaus eingefunden, um den Schultes über die närrischen Tage zu entmachten. "Schuldis komm raus", halte es gegen 16.30 Uhr in Richtung Rathaus. Siegessicher präsentierte sich Enderle noch mit dem Rathausschlüssel am Fenster seines Amtszimmers. "Ja, was isch denn do los", rief er den Narren zu. Die konterten: "Dei’ Regentschaft isch ab sofort passe." "Dees dät euch so basse, dass ich euch das Feld so widerstandslos überlasse", rief der Bürgermeister mutig zurück.

Doch alles Handeln und Zappeln half nichts. Die Hexen und Geister stürmten das Rathaus. Angeführt von Hexenmeister Michael Merz und Geistermeister Daniel Müssigmann wurde der Schultes in Ketten gelegt und mit einer Halsschelle aus dem Rathaus zum Tribunal der Narren geführt.Von Mille und Müsli (Hexen und Geistermeister) wurde der Bürgermeister ganz schön in die Mangel genommen. Enderle berichtete vom "Flegga" als blühende Landschaft.

Der Bürgermeister soll als Kinziggeist bei einem Umzug mitlaufen

So habe man zwei neue Baugebiete erschlossen, der Bauhof hätte alle Blumen ums Rathaus herum gegossen, und alles sei "schee und fei". Dazu sei "die neue Stroaß zom Bah’hof na breit wie ein Boulevard" geworden.

Die Narren bemängelten dagegen vergessene Gehwege und ewig lange "Stroßasperren". "Und überhaupt, die Stroß noch Schömberg, kommt die dees Johrhundert noch", fragte Müsli den Schultes. "Langsam, langsam, für die Straße auf den Schömberg und den Radweg, des isch onzig em Landkreis sei Bier", verteidigte sich der Rathauschef. Für die Heizung im Hallenbad und der Schule verkündete Enderle: "D’Gmeind bringt Wärme in jedes Haus, aus regenerativer Energie, dem Holz, dees machts aus." Der Schlagabtausch setzte sich fort.

Letztlich einigte man sich, dass der Bürgermeister den Narren ein Bier spenden muss und als Kinzig-Geist in einem Umzug mitlaufen soll und dazu zwei oder drei Bier mittrinken soll. Der Bürgermeister willigte ein. Mit den Worten "Da habt ihr den Schlüssel, jetzt geht das Fest los, ­Loßburger Narra, dia sin halt famos" konnte sich Enderle von den Ketten lösen. Anschließend stellten die Narren nach alter Tradition einen schmucken Narrenbaum auf dem Marktplatz vor dem Rathaus auf. Bunt kostümiert schauten dabei die ­Angestellten des Rathauses zu.

Ab 19 Uhr startete dann die gemeinsame Party mit der Feuerwehr. Dazu gab es eine Prämierung der schönsten Kostüme. Als Gäste wurden die Heimbachhexen und ­Rickehexen aus Betzweiler ­sowie die Auentalhexen aus Oberiflingen begrüßt. Bis spät in die Nacht hinein unterhielt DJ Gero Schmid die Gäste mit so manchem Fasnetshit.

 
 

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