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Loßburg Besonders stolz ist sie auf die Großvatertanne

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Ina Waidelich und ihr Labradorrüde Lailaps fühlen sich im Revier Steinwald sichtlich wohl.Foto: Sannert Foto: Schwarzwälder Bote

Im Steinwald, dem Revier von Försterin Ina Waidelich, stehen Bäume aller Altersklassen – darunter die etwa 320 Jahre alte Großvatertanne. Hier liegt auch der Trinkwasserspeicher Kleine Kinzig, umgeben von Staatswald, der eigentlich nicht betreten werden darf.

Loßburg/Alpirsbach. Ina Waidelich hat das rund 1500 Hektar große "Revier 8" vor zwei Jahren übernommen. Davor war sie Revierleiterin in Seewald-Besenfeld und teilte sich dann für einige Zeit das Revier Ellbach mit ihrer Kollegin Susanne Gaiser, wegen der Kinder, wie sie sagt. Das Revier Steinwald reicht vom Freudenstädter Lauferbrunnen über Vorder-, Mittel- und Hintersteinwald auf Gemarkung Loßburg und dem Stausee Kleine Kinzig in Alpirsbach bis zum Roßberg. Ein kleines Waldgebiet bei Schiltach gehört ebenfalls dazu. 12 500 Festmeter Holz werden jedes Jahr in dem recht kompakten Dauerwald mit seinen vielen zum Teil recht alten Tannen, Fichten und mächtigen Buchen gefällt.

Allein im vergangenen Jahr seien 7000 Festmeter Käferholz angefallen, so die Revierleiterin. Bis jetzt sind es gerade einmal 700 Festmeter. Waidelich will die Bestände im September sicherheitshalber noch einmal kontrollieren und nach befallenen Bäumen Ausschau halten.

Besonders stolz ist sie auf die drei stattlichen Tannen, darunter die Großvatertanne. "Man muss schon lange suchen, bis man so etwas findet", weiß Waidelich. Ursprünglich seien es vier Tannen gewesen, die im Zuge der Franzosenhiebe nach dem Zweiten Weltkrieg gefällt werden sollten. Schon damals müssen sie imposant und höher als alle umliegenden Bäume gewesen sein, so die Revierleiterin, die demjenigen dankbar ist, der sich damals dafür eingesetzt hat, dass die Tannen stehen bleiben.

Besucherstrom hat in diesem Jahr enorm zugenommen

2018 habe man eine davon fällen müssen. Ina Waidelich hofft, dass die drei verbliebenen Tannen nicht auch noch anfangen zu kränkeln. Wanderern, Radfahrern und Waldspaziergängern, die das Waldgebiet rege zur Erholung nutzen, dient vor allem die Großvatertanne als beliebtes Fotomotiv. Eigentlich sei der Wald eine Ruheoase, doch in diesem Jahr habe der Besucherstrom enorm zugenommen, hat die Revierleiterin beobachtet. Am meisten sei auf den Wegen vom Kienberg Richtung Loßburg los. Schön sei es aber auch am Stausee Kleine Kinzig, in dem sich das Wasser aus den kleinen Seitentälern sammelt, und der als Trinkwasserspeicher dient. Besucher können den See auf dem Uferrandweg umrunden. Weil in der vergangenen Zeit vermehrt Autos durch den Wald dorthin gefahren sind, wurden jetzt Durchfahrtsverbotsschilder aufgestellt.

In der Schutzzone gelten für die Mitarbeiter strenge Vorschriften

Den Staatswald drum herum darf niemand betreten, denn er ist Trinkwasserschutzgebiet. Einzig Ina Waidelich darf, wenn es nötig ist, hinein – mit Waldarbeitern, die ihr die Kollegen der Nachbarreviere ausleihen, und mit Unternehmern. Denn eigene Mitarbeiter hat Ina Waidelich nicht. Beim Betreten der Schutzzone müssen alle bestimmte Vorschriften beachten. Beispielsweise dürfen die Fahrzeuge nur mit einem Tagesvorrat an Benzin befüllt sein. Auch dürfen sämtliche Geräte, ob Motorsäge oder Freischneider, nur mit Biosprit laufen. Da dies ohnehin für den gesamten Staatswald gelte, sei das kein Problem, sagt Ina Waidelich, die das Gebiet nur wenn nötig betritt und jede Maßnahme im Vorfeld mit der Wasserversorgung Kleine Kinzig abspricht, um das hochwertige Trinkwasser nicht zu gefährden.

"Der Wald hier ist etwas Besonderes", schwärmt sie. Ein Revier mit so vielen starken Bäumen, das wünsche sich jeder Revierleiter, ist sie sich sicher. Für sie sei es auf alle Fälle "das schönste Revier". Damit es so bleibe und sich der Wald weiterhin von alleine verjünge, werde intensiv gejagt. Jedes Jahr werden zwischen 50 und 60 Rehe und Rehböcke je nach Jahreszeit zum Abschuss freigegeben.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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