Kommunales: Gemeinderat Loßburg stimmt Bauantrag von Aldi zu / Flächennutzungsplan geändert

Den Plänen für eine Aldi-Filiale und einen Drogeriemarkt hat der Gemeinderat Loßburg in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Im Februar sollen die Bauarbeiten beginnen.

Loßburg. Zunächst stellte Diplom-Ingenieur Ulrich Villinger vom Planungsbüro Piske die Ergebnisse der Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange vor. Dann erläuterte er dem Gremium das Projekt und ging dann auf die Änderungen zum Flächennutzungsplan ein. An der Freudenstädter Straße sollen ein Aldi-Markt mit einer Verkaufsfläche von 1000 Quadratmetern und ein Drogeriemarkt mit 700 Quadratmetern und 95 Stellplätzen entstehen.

Das Vorhaben sei derzeit planungsrechtlich nicht zulässig, weil es dort unter anderem einen Bebauungsplan für ein Wohngebiet gebe, erläuterte Villinger. Dies sei jedoch seit mehr als 30 Jahren nicht umgesetzt worden. Deshalb bedürfe es einer Änderung und Ergänzung des Bebauungs- und Flächennutzungsplans, so Villinger.

Glatten zeigt sich besorgt in Sachen Nahversorgung

Sorge, dass der Neubau Auswirkungen auf den Einzelhandel haben werde, hat die Gemeinde Glatten. Dem entgegnete Villinger, dass mit den beiden Märkten die Nahversorgung in Loßburg verbessert und zudem Kaufkraft nach Loßburg geholt werde. Untersuchungen hätten zudem ergeben, dass die beiden Märkte keine nachteilige Auswirkung für Glatten hätten.

Walter Hornbach (GL) sagte, dass er keinen Bedarf für diesen Markt sehe. Er befürchte einen Verdrängungsprozess und sehe Probleme für die Verkehrssituation in der Freudenstädter Straße durch den zusätzlichen Verkehr. Das Gremium sprach sich bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung für den vorgelegten Flächennutzungsplan aus.

Den Durchführungsvertrag zum Bebauungsplan erläuterte Erich Günter vom Bauamt. Ergänzend erklärte Bürgermeister Christoph Enderle, dass der Vorhabensträger, also Aldi, damit alle Kosten für die Planung und für die nötigen Ausgleichsmaßnahmen trage. Aldi war durch den Prokuristen Holger Philippin vertreten. Auch diesen Vertrag beschloss der Gemeinderat mit einer Gegenstimme und einer Enthaltung.

Bedenken wegen Öffnungszeiten und Beleuchtung

Im Anschluss stellte Villinger den Bebauungs- und Erschließungsplan für die beiden Märkte vor. Bedenken und Stellungnahmen habe es wegen der Öffnungszeiten, des Bodenschutzes, der Beleuchtung sowie wegen der Geruchs- und Lärmbelästigung gegeben.

Anforderungen wegen Lärmbelästigungen durch die Abluftanlagen oder die Kartonpresse würden durch bauliche Maßnahmen erfüllt, so Villinger. Zur Parkplatz-Beleuchtung führte er aus, dass diese 30 Minuten nach Ladenschluss abgeschaltet werde. Durch geschlossene Abfallbehälter werde auch eine Geruchsbelästigung vermieden. Die verkehrstechnischen Maßnahmen umfassten eine Querungshilfe, die verlegt wird, und eine Linksabbiegespur zur Parkplatzeinfahrt. Auch die Zufahrt zur Metzgerei gegenüber werde gewährleistet.

Auch dieser Tagesordnungspunkt wurde bei einer Gegenstimme und einer Enthaltung beschlossen. So fiel auch die Abstimmung über den eigentlichen Bauantrag aus. Laut Enderle ist im Februar mit dem Baubeginn zu rechnen.

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