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Loßburg Auch ein Ort der Kommunikation

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Heike Müller-Hartzer (links) und Ingrid Völker betreuen die Bücherei in Loßburg. Foto: Semenescu Foto: Schwarzwälder Bote

Sommerzeit ist Urlaubszeit –­ Zeit zum Lesen. Besonders gefragt sind im Sommer Krimis, die in Urlaubsregionen spielen. In der Gemeindebücherei in Loßburg gibt es nicht nur ein breites Angebot für Literaturfreunde, die Bücherei ist auch ein Ort der Kommunikation.

Loßburg. Ingrid Völker arbeitet seit mehr als 20 Jahren in der Bücherei im Kinzighaus. Durchschnittlich kommen 20 bis 30 Besucher am Tag. Zusammen mit Heike Müller- Hartzer, die seit einem halben Jahr in der Bücherei arbeitet, versorgt sie Leser in Loßburg mit Büchern, aber auch anderen Medien.

Große Auswahl für Kinder und Jugendliche

Circa 15 000 Medien umfasst das Sortiment der Loßburger Gemeindebücherei. So gibt es eine große Auswahl an Kinder- und Jugendbüchern. Dazu kommen für Erwachsene Unterhaltungslektüre und Romane der Belletristik. Wer gerne Krimis liest oder sich für Hörbücher interessiert, findet auch etwas Passendes für sich. Und es kommen laufend neue Bücher dazu, so Müller-Hartzer.

Die zweifache Mutter ist glücklich in der Bücherei. Die Arbeit sei abwechslungsreich, und es sei schön, mit vielen Menschen in Kontakt zu kommen, die eine Leidenschaft – das Lesen – teilen, erzählt sie.

Für Müller-Hartzer ist die Gemeindebücherei ein Ort der Kommunikation. Die Mitarbeiterin der Bücherei ist sich sicher, dass das Lesen die Sprache schult. Vor allem in Zeiten des digitalen Wandels, in dem Kurznachrichten das Leben prägen, sei es wichtig, das Bücherlesen nicht zu vergessen, erläutert sie. "Beim Lesen ist man auf eine Sache fixiert. Hier fällt die Hemmschwelle viel größer aus, sich von anderen Dingen ablenken zu lassen", erklärt Müller-Hartzer.

Völker, ebenfalls Mutter von zwei Kindern und stolze Großmutter von drei Enkeln, blickt auf viele schöne Jahre in der Gemeindebücherei zurück. Einmal habe sie in einem Roman einen 200-Mark-Schein gefunden, der wohl als Lesezeichen seinen Zweck erfüllte. Dieser habe natürlich seinen Weg zum Besitzer zurückgefunden, erinnert sie sich. Leider sei die Besucherzahl in der Gemeindebücherei in den letzten vier bis fünf Jahren mächtig eingebrochen, so Völker. Gründe für sinkende Ausleizahlen sieht sie vor allem in der rapiden Gewöhnung an das Smartphone und andere digitale Quellen, mit denen das Lesen durch wenige Klicks schneller ermöglicht wird.

Besonders die Altersgruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 17 bis 25 Jahren sehe man kaum noch in der Bücherei. Anders dagegen sei es mit Kindern. Manche würden von ihren Eltern bereits im Alter von vier Jahren an Bücher herangeführt. "Dennoch kann ich mich nicht beklagen", so Völker. Viele Eltern und Erwachsene leihen sich immer noch regelmäßig und gerne Medien aus, erzählt sie.

Durch die Ferien seien in der Sommersaison mehr Bücher zurückgebracht als ausgeliehen worden, berichtet Müller-Hartzer. Besonders beliebt seien im Sommer aber Krimis, die in verschiedenen Urlaubsregion führen wie "Bretonisches Gold" von Jörg Bong. Aber auch Krimis und Thriller, die in der Provence, der Toskana oder in Schweden spielen, seien diesen Sommer sehr gefragt bei den Besuchern. Müller-Hartzer liest seit Jahren am Liebsten die Romanreihe "Stadtgeschichten" von dem aus San Francisco stammenden Schriftsteller Armistead Maupin.

Für die Zukunft hoffen beide Frauen, dass sich ein Weg findet, der die Entwicklung von Büchereien weiter fördert. Beide sind sich einig: Wort und Schrift müssen gepflegt werden. Auf die Frage, ob sie in ihrem Urlaub auch liest, sagt Müller Hartzer nur schmunzelnd: "Natürlich tue ich das". Bald steht für die Frauen in der Bücherei der Urlaub an: In der ersten Septemberwoche ist die Bücherei geschlossen.

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