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Loßburg 30 Jahre im Sinne der Bedürftigen

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Sie bildeten den Stiftungsrat (von links): Bürgermeister Christoph Enderle, Kämmerer Günter Muth, Regina Holch, Schömbergs Ortsvorsteher Kurt Winter, Reinerzaus Ortsvorsteher Thomas Gutmann, Katrin Keck und die Eheleute Huber.Foto: Gemeinde Foto: Schwarzwälder Bote

Nach 30 Jahren endet nun die Testamentsvollstreckung des Vermögens von Hugo Zuber, das er der Gemeinde Loßburg hinterlassen hat. Bürgermeister Christoph Enderle bekräftigte, dass der Stifterwille weiterhin erfüllt wird.

Loßburg-Schömberg. Seit 30 Jahren profitieren die Einwohner von Schömberg und Reinerzau von der Hugo F. Zuber-Stiftung. Gegründet wurde sie von Hugo Zuber aus Mittelsteinwald. Unterstützt werden ältere und sozialbedürftige Mitbürger von Schömberg und Reinerzau durch finanzielle Zuweisungen an Weihnachten, außerdem findet eine jährliche Veranstaltung mit älteren Mitbürgern statt.

Verwaltung des Betrags durch ein aktives Gremium

Zuber hatte zuletzt in Mittelsteinwald gewohnt und starb 1990. In seinem Testament hat er der Gemeinde Loßburg einen Betrag von rund 77 000 Euro vermacht. Der Erlös aus diesem Kapital sollte nach dem Willen des Stifters "zur Unterstützung alter, kranker und bedürftiger Personen aus den Ortsteilen Schömberg, Vorder- und Mittelsteinwald, Berneck, Reinerzau, Hinterrötenberg und Ödenwald" verwendet werden.

Zur Verwaltung und Verwendung des Stiftungsvermögens und dessen Erträge wurde ein Testamentsvollstreckergremium berufen. Dieses Gremium bestand aus dem Bürgermeister der Gemeinde Loßburg, aus den beiden Enkelkindern Regina Holch und Katrin Keck, sowie Richard Huber aus Esslingen. Die Organisation und die finanzielle Abwicklung erfolgte durch die Gemeindeverwaltung.

Seit 1990 wurden aus Mitteln der Stiftung Dorfnachmittage mit buntem Programm, Bus-Ausflüge und Besichtigungen veranstaltet. In der Weihnachtszeit wurden an Bedürftige auch Bargeldzuwendungen ausgeschüttet. Durch rückläufige Zinserträge war dies in den vergangenen Jahren nicht mehr möglich, heißt es in einer Mitteilung der Gemeinde Loßburg.

Einmal pro Jahr wurde das Stiftungsgremium einberufen. Dabei wurden der jährliche Rechenschaftsbericht zur Kenntnis genommen und Planungen zur Umsetzung des Stifterwillens vorgenommen.

Ein Leben lang für notleidende Menschen eingesetzt

Nach 30 Jahren endete nun die Testamentsvollstreckung. In der Stiftungsratssitzung der Hugo F. Zuber-Stiftung wurde per Beschluss die Testamentsvollstreckung jetzt als beendet erklärt. Gemeindekämmerer Günter Muth ließ in einem Rückblick die Entstehung und den Werdegang der Stiftung Revue passieren und überreichte den Enkelinnen und Huber jeweils eine Dokumentation mit Kopien von Schriftstücken, Protokollen, Presseberichten und Bildern der vergangenen Jahre.

Richard Huber skizzierte die Person Hugo F. Zuber als sehr belesen, weltoffen und zeitkritisch. Er habe das Geschehen auf kommunaler, bundes- und weltpolitischer Ebene genau beobachtet und kommentiert. Seine Leserbriefe und seine Korrespondenz mit Landes- und Bundespolitikern seien ein Zeugnis seines analytischen Verstands sowie seiner Courage, Dinge so darzustellen, wie er sie sah. Dabei habe er sich immer auch für notleidende Menschen eingesetzt. Folge davon war dann die Gründung der Stiftung, die auch weiterhin Bestand haben wird.

Bürgermeister Enderle bekräftigte, dass der Stifterwille auch weiterhin erfüllt werde. Die im Testament festgelegte Verwendung der Stiftungserträge erfolge künftig durch die Gemeindeverwaltung Loßburg im Einvernehmen mit den beiden Ortsvorstehern aus Schömberg und Reinerzau. So sei für das Jahr 2021 ein Dorfnachmittag vorgesehen. Der Name Zuber werde durch den Fortbestand der Stiftung auch in Zukunft nicht in Vergessenheit geraten, so Enderle.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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