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Loriots rotes Sofa Bis 13. September in Stuttgart zu sehen

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Auf dem roten Sofa hat Vicco von Bülow alias Loriot den TV-Humor revolutioniert. Über dem Sofa steht ein Fernseher auf dem Ausschnitte aus der Serie "Cartoon" mit Loriot zu sehen sind. Zu sehen ist das Ensemble bis zum 13. September im Haus der Geschichte. Foto: dpa

Stuttgart - Eine Ikone der deutschen Fernsehunterhaltung ist reif fürs Museum: Das rote Sofa, auf dem Vicco von Bülow alias Loriot den TV-Humor revolutionierte, steht jetzt als Dauerleihgabe des Südwestrundfunks (SWR) im Haus der Geschichte Baden-Württemberg in Stuttgart. Der legendäre Humorist startete auf dem Möbelstück beim damaligen Süddeutschen Rundfunk (SDR) seine TV-Karriere.

Vom Sofa aus moderierte er mit feinster Ironie in den 60er und 70er Jahren die Sendungen „Cartoon“ und „Loriots Telecabinet“. Bei späteren Sendungen für Radio Bremen verwendete Loriot (1923-2011) dann ein grünes Sofa, auf dem auch seine TV-Partnerin Evelyn Hamann (1942-2007) Platz nahm. „Doch“, betonte Ausstellungsleiterin Paula Lutum-Lenger, „das rote Sofa ist das Original.“

Nach der Ausstellung wandert das Möbel in den Fundus

Bis zum 13. September ist das rote Sofa in Stuttgart ausgestellt - allerdings darf sich niemand draufsetzen. Darüber hängt ein goldfarbener Rahmen, in dem das Möbel im Einsatz gezeigt wird.

Leicht nach vorne gebeugt verliest Loriot mit typisch unbewegter Miene auch mal bitterböse Briefe aufgebrachter Zuschauer. „Es ist höchste Zeit, dass der Allmächtige eingreift und die ganze Menschheit vernichtet“, schieb einer - und Loriot blieb ernst. Auch recherchierte er Landwirt und Stallmist-Verkäufer Arno Schneidereit hinterher, der sich in einer Anzeige als „Größter Mistmacher in der Ortenau“ bezeichnete.

„Nicht jeder der Mist macht, ist auch gleich ein Großer.“ Bequem sei es nicht, räumte Loriots einstiger Redakteur Timothy Moores am Montag ein. Bieder, steif und gutbürgerlich sollte es wirken. Wo das Sofa herkam, konnte er nicht sagen. „Es war von Anfang an da - und stand auch nie zur Diskussion“, sagte Moores. Laut Museum stammt es aus dem Fundus des SDR und „zierte vermutlich bereits vor dem Zweiten Weltkrieg die gute Stube irgendeiner Stuttgarter Wohnung“.

Vicco von Bülow wurde 1923 in Brandenburg an der Havel geboren. In Stuttgart ging er zur Schule und war als Komparse am Theater aktiv. An seine Stuttgarter Zeit erinnert seit 2013 ein Säulendenkmal, auf dem enttäuschte Bürger nachträglich einen Bronze-Mops befestigen ließen, weil sie eine humorlose Säule für nicht angemessen hielten. Am früheren Wohnhaus der von Bülows hängt zudem eine Bronzetafel.

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Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach sieben Tagen geschlossen.

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