Die Ausstellung des Kaninchenzuchtvereins Schramberg war gut besucht. Auch mit dem Zuchtergebnis und der Besucherzahl ist der Verein sehr zufrieden.
Für die jährliche Lokalschau in der Festhalle Sulgen hatten acht Züchter aus Schramberg und vier Gastzüchter aus Tennenbronn zusammen 103 Kaninchen aus 13 verschiedenen Rassen und acht Farbenschlägen ausgestellt. Dies waren 24 Tiere weniger als im Vorjahr, wofür Vorsitzender Arno Hangst eine plausible Erklärung hat. „Altershalber halten im Vergleich zum Vorjahr fünf unserer Züchter keine Kaninchen mehr und neue Züchter sind keine dazugekommen“.
Hinsichtlich des demografischen Wandels ist der Vorsitzende froh, dass drei Mitglieder der eigenständigen Kaninchenzuchtgruppe Heiligenbronn sich dem Schramberger Verein angeschlossen haben und sich beim Auf- und Abbau sowie der Bewirtung einbrachten. Zwei von ihnen haben Tiere ausgestellt. Ebenso wichtig ist die enge Zusammenarbeit mit dem Kaninchenzuchtverein C 780 Tennenbronn.
Züchter stellen aus
Bereits zum vierten Mal in Folge stellten Züchter aus dem badischen Stadtteil in Sulgen aus. Insgesamt verteilten die Preisrichter elfmal die Note „vorzüglich“, wofür mindestens 97 von 100 Punkte erforderlich sind. Während die hohe Zuchtqualität auch in der Vergangenheit erreicht wurde, schafften die Schramberger Züchter etwas fürs Geschichtsbuch: Erstmals seit Jahren gab unter den ausgestellten Tieren kein einziges Mal die Note „nicht bewertet“.
Das ist dann der Fall, wenn ein Kaninchen in sechs von sieben Positionen weniger als 66 Punkte erreicht und von der Bewertung ausgeschlossen wird. Für die Vereinsmeisterschaft musste jeder Züchter sechs Tiere zur Wertung ankreuzen. Den besten „Blick“ dafür hatte Uwe Schmalzbauer, der mit Blaue Wiener und rekordverdächtigen 580,5 Punkten Vereinsmeister wurde.
Verschiedene Punktzahlen
Damit wiederholte er seinen Vorjahressieg, wo er mit 578,5 Punkten gewann. Schmalzbauer verwies Arno Hangst (Weiße Neuseeländer) mit jeweils 579 Punkte auf die Plätze zwei und drei. Vierter wurde Rolf Knöpfle (Graue Wiener wildfarben), der auf 578,5 Punkte kam, vor Andrea Knöpfle (Lohkaninchen schwarz/ 576,5 Punkte). Rolf Knöpfle stellte den besten Rammler und Schmalzbauer die beste Häsin der Leistungsschau aus.
Vorjahressieg wiederholt
Sie erzielten jeweils 97 Punkte. Die Zuchtgruppe I, in der ein Alttier und drei Jungtiere zur Bewertung herangezogen werden, gewann Schmalzbauer (386 Punkte) vor Hangst (384,5) und Rolf Knöpfle (384). Bei der Zuchtgruppe II (vier Tiere eines Wurfs oder jeweils zwei Tiere von zwei Würfen) setzte sich Hangst mit 386,5 Punkte vor Schmalzbauer (386), Rolf Knöpfle (385,5), Andrea Knöpfle (384) und Michael Schneider (Rote Neuseeländer/383,5) durch.
Schmalzbauer gewann die Zuchtgruppe III mit 386,5 Punkte, in der vier Tiere jüngsten Jahrgangs und beiderlei Geschlechts ausgestellt werden mussten. Zweiter wurde Hangst (386) vor Rolf Knöpfle (383,5) und Thomas Hörr (Deutsche Riesen wildfarben/382,5).
Besichtigung durch Familien
Während am Samstag, 16. November, der Aufbau der Käfige erfolgte und die Tiere von den Preisrichtern bewertet wurden, nutzen am Sonntag viele Besucher, darunter Familien mit Kindern, die Gelegenheit zur Besichtigung und ließen sich davor oder hinterher kulinarisch verköstigen.