Schramberg - Der Familienname Dölker kommt in Deutschland etwa 900-mal vor, zum größten Teil in Baden-Württemberg. Klarer Schwerpunkt ist die protestantisch geprägte Gegend um Freudenstadt. Die frühesten Dölker finden sich in Dietersweiler, wo schon 1380 ein "Tölgger" erwähnt wird. Um 1510 herum war ein Heinrich Dölcker dort Schultheiß, seine Nachkommen im 16. Jahrhundert waren als Bauern und Flößer tätig. Auch im 17. und 18. Jahrhundert trugen die Dietersweiler Schultheißen immer wieder den Namen Dölker. Spätestens gegen Ende des 16. Jahrhundert taucht die Familie auch im benachbarten Wittlensweiler auf, wo sie auch heute noch gibt. Der Name ist ein Übername zu mittelhochdeutsch dolken, alemannisch tolg(g)en "hinschmieren, klecksen, ungeschickt anstellen" und im übertragenen Sinne auch "lallen, betrunken sein". Der erste Dölker war also ein ungeschickter, unbeholfener Mensch oder auch öfters betrunken.