Die "Lokale Agenda 21" konnte in der Bischofsstadt in vergangenen Jahr nicht alles wie geplant umsetzen. Foto: Baum

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf die Arbeit der "Lokalen Agenda 21" in Rottenburg aus. Etliche Projekte konnten nicht stattfinden oder werden anders gestaltet.

Rottenburg - Bürgermeister Thomas Weigel berichtete beim jüngsten Onlinetreffen der Lokalen Agenda, dass beispielsweise der Rottenburger Regionalladen aufgrund der Corona-Krise nicht mehr von der "Lokalen Agenda 21" unterstützt wird. Man unterstütze den Laden aber weiterhin seitens der Stadt, zudem ist die Eröffnung eines zweiten Regionalladens im DHL-Areal geplant.

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Die Agenda-Steuerungsgruppe der Fairtrade-Stadt berichtete aus ihrer Arbeit. So konnte Bildungs- und Informationsarbeit nur eingeschränkt durchgeführt werden, dies ist auch der Corona-Krise geschuldet. Der faire Handel wurde im vergangenen Jahr unterstützt, etwa durch die digitale Umsetzung eines nachhaltigen Einkaufsratgebers oder durch die Integration der Rottenburger Globalhelden auf der Website der Lokalhelden. Zum zehnjährigen Bestehen der Fairtradestadt Rottenburg gab es einige Aktionen, etwa Verkostungen am Heldenstand auf dem Marktplatz oder auch eine Kinovorstellung.

Zahlreiche Veranstaltungen wurden verschoben

Corona-bedingt mussten zahlreiche Veranstaltungen verschoben werden oder wurden anders durchgeführt als geplant. Die Agenda-Gruppe Ökonomie/regionale Produkte berichtete von einer Unterstützung der Standbeschicker bei der regionalen Woche. Diese fand im Oktober anstelle des Goldenen Oktobers statt. Zudem wurde aus der Arbeit des Vereins "Hiesig" berichtet, hier läuft noch ein Visitenkarten-Projekt.

Die Agenda-Gruppe Ökologie und Repair-Café berichtete von einer sehr großen Nachfrage des Repair-Cafés, das als Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft gedacht ist. Im Jahr 2020 gab es Corona-bedingt nurmehr zwei Termine. Beide Treffen hatten großen Zulauf. In diesem Jahr sollen weitere Werkzeuge bestellt werden.

Die Gruppe Radwege erarbeitete eine Stellungnahme zum Maßnahmenkatalog des Radwegekonzeptes. Zudem nahmen Miglieder der Radwegegruppe an der Diskussion zum Radschnellweg im Kreistag teil, dies auf Einladung der Grünen-Fraktion. Auch an der Stadtkonzeption 2030 beteiligt sich die Agenda-Gruppe Radwege.

Treffen im Quartierstreff Kreuzerfeld ab Mai 2021?

Das Agenda-Projekt "Lebensraum Weggental" konnte 2020 praktisch nicht mit Schülern umgesetzt werden. Die Agenda-Gruppe "Kultur in Schloss 1" in der Justizvollzugsanstalt setzte 2020 keine Projekte um. Nach längerer Pause wird es 2021 wieder ein neues Projekt geben. Im Quartierstreff Kreuzerfeld gab es Corona-bedingt kaum Treffen.

Ab Mai 2021 sollen wieder Treffen im Quartierstreff Kreuzerfeld möglich sein, so der Bericht der Agenda-Gruppe Soziales. Zum Ende des Koordinierungstreffens 2021 wurden aus den Agenda-Gruppen verschiedenste Anträge auf Projektmittelfinanzierung gestellt.

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