Für einige Empfinger Spieler wie Philipp Kress steht gegen den TuS Ergenzingen ein besonderes Aufeiandertreffen an. Foto: Wagner

Ein Derby in der Landesliga steht am Samstag an. Allerdings ein etwas ungleiches. Dann kommt die SG Empfingen zum Schlusslicht aus Ergenzingen.

TuS Ergenzingen – SG Empfingen (Samstag, ab 14.30 Uhr) - Das Landesliga-Derby zwischen dem TuS Ergenzingen und der SG Empfingen steht unter ganz besonderen Vorzeichen. Tabellarisch gehen die beiden Mannschaften mit komplett unterschiedlichen Voraussetzungen in das Spiel.

Der gastgebende TuS Ergenzingen wartet immer noch auf seinen ersten Saisonsieg und grüßt als abgeschlagener Tabellenletzter die Gäste aus Empfingen. Die Auswärtsniederlage vom vergangenen Spieltag gegen eine keineswegs überragende Deißlinger Mannschaft war wieder eine weniger überzeugende Vorstellung des Tabellenschlusslichts.

Partie hängt noch nach

Ergenzingens Trainer Michael Sattler ärgert sich immer noch darüber. "Bei den drei Gegentoren haben wir wieder maßgeblich mitgeholfen und gefühlt waren es Eigentore. Deißlingen hatte für mich auch kein Landesliga-Niveau, aber wir schaffen es nicht, gegen einen schlagbaren Gegner unsere Leistung abzurufen."

Die Empfinger sind, so Sattler, ein ganz anderes Kaliber und haben auch ganz andere Möglichkeiten als seine Mannschaft. "Uns würde natürlich so ein Unterschiedsspieler wie Daniel Seemann mit seiner Erfahrung und seiner spielerischen Klasse auch ganz gut tun. Der TuS hat sich aber für ein anderen Weg entschieden und holt Spieler wie Nico Klink aus den unteren Klassen. Nico passt perfekt zu uns."

Spieler fallen aus

Personell bleiben die Sorgen groß beim Tabellenschlusslicht. Mit Robin Hebold, Marian Ade, Daniel Amann und Lukas Bok werden wieder eine Reihe von Spielern nicht zur Verfügung stehen. Ein erster Sieg könnte auf Seiten der Ergenzinger den Knoten lösen. Ob dieser aber ausgerechnet gegen den Lokalrivalen aus Empfingen gelingt, ist mehr als fraglich.

Die Empfinger sind ebenfalls in der engen Tabellenkonstellation zum Punkten auf der Breitwiese verdammt. Bei drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge ist an ein Zurücklehnen nicht zu denken. Im letzten Punktspiel zu Hause gegen SV 03 Tübingen verspielte die Truppe von Philipp Wolf einen möglichen Sieg in der Nachspielzeit.

Ergenzinger Vergangenheit

Für Empfingens Trainer Wolf hat das Spiel gegen den TuS Ergenzingen Derbycharakter, auch da einige Empfinger Spieler eine Ergenzinger Vergangenheit haben. Philipp Kress, die Gebrüder Noah und Nikolai Scheurenbrand, Sergen Erdem, Panagiotis Karapidis und selbst Ergenzingens spielender Co-Trainer Daniel Seemann haben schon das Ergenzinger Trikot getragen. Für diese Spieler dürfte die Partie gegen ihren Ex-Verein etwas ganz Besonderes bedeuten.

Polster schaffen

Der schlechte Saisonverlauf der Gastgeber ist natürlich Wolf nicht verborgen geblieben. "Das wird kein einfaches Spiel für uns. Die Ergenzinger wollen gegen uns ihre Negativserie beenden und dies wollen wir unter allen Umständen verhindern. Wir wissen, dass wir das bessere Team sind und wollen dies am Samstag auch unter Beweis stellen."

Für die Empfinger gilt es, sich vor der Winterpause noch ein Polster vor den Abstiegsrängen anzufressen. Zwei Siege sollten es nach dem Geschmack ihres Trainers schon noch sein. Personell bleibt die Situation auf Seiten der Gäste fast unverändert. Einzig Felix Plocher ist ins Training wieder eingestiegen.