Vier Containerbrücken stehen hochgeklappt an einem leeren Kai des Containerterminals Tollerort in Steinwerder. Foto: Jonas Walzberg/dpa

In Tollerort steht eines von drei Containerterminals der HHLA in Hamburg. Die Hafenlogistiker wünschen sich eine Beteiligung aus China. Es gibt aber einen Bericht, wonach der Wirtschaftsminister ein Veto einlegen wird.

Hamburg - Der Hamburger Hafenlogistiker HHLA rechnet weiter mit grünem Licht für den Einstieg des chinesischen Terminalbetreibers Cosco beim HHLA-Terminal Tollerort (CTT). "Die HHLA steht im intensiven Austausch mit den zuständigen Behörden in Berlin", teilte HHLA-Sprecher Hans-Jörg Heims am Freitag auf Anfrage mit.

Die HHLA und die Cosco Shipping Ports Limited (CSPL) hatten sich im vorigen September auf eine 35-Prozent-Beteiligung der Chinesen in Tollerort geeinigt. "Wir gehen nach wie vor davon aus, dass die Bedingungen für eine Genehmigung durch die HHLA und CSPL erfüllt wurden und deshalb eine außenwirtschaftsrechtliche Freigabe erreicht werden kann." Die HHLA reagierte damit auf einen Bericht des "Manager Magazins", demzufolge Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sein Veto gegen den Erwerb einlegen wolle.

Ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums sagte in Berlin zu dem Bericht lediglich: "Investitionsprüfungsverfahren sind vertraulich, daher können wir uns nicht dazu äußern." Auch der HHLA-Sprecher wollte zum Stand der Dinge inhaltlich nichts sagen: "Der HHLA liegt bisher kein offizieller Beschluss der Bundesregierung vor. Wir befinden uns weiterhin in einem laufenden Verfahren, das wir nicht kommentieren."

CTT ist eines von drei Containerterminals, die die HHLA in Europas drittgrößtem Seehafen betreibt. Cosco will im Gegenzug seine Ladungsströme in der Hansestadt konzentrieren, der Containerterminal CTT werde zu einem bevorzugten Umschlagpunkt in Europa. Nach früheren Angaben werden am CTT unter anderem zwei Fernost-Dienste, ein Mittelmeer-Verkehr und ein Ostsee-Feeder-Dienst von Cosco abgefertigt. CTT verfügt über vier Liegeplätze und 14 Containerbrücken.