Auch Schwenningens Verteidiger-Talent Arkadiusz Dziambor trug sich in Frankfurt in die Torschützenliste ein. Foto: Eibner

Die Wild Wings feiern einen wichtigen und überzeugenden 6:3-Sieg in Frankfurt und stürzen das DEL-Schlusslicht noch tiefer in die Krise.

Die Wild Wings haben am Sonntag in der DEL ihr Auswärtsspiel bei den Frankfurter Löwen souverän mit 6:3 gewonnen und ihren ersten Dreier an diesem vierten Spieltag geholt. Die Schwenninger sind nun Tabellenzehnter. Die Hessen stehen weiterhin ohne Punkte da.

 

Die ersten Stimmen

Wild-Wings-Angreifer Alex Karachun war nach der Auswärtspartie zufrieden: „Wir haben im Mitteldrittel für uns das Momentum aufgebaut und dann den Sack zugemacht.“

Währenddessen verstand der Frankfurter und Ex-Schwenninger Daniel Pfaffengut die Welt nicht mehr: „Wir sind im letzten Drittel wieder zusammengebrochen. Wir können ackern wie wir wollen, aber die Ergebnisse stimmen nicht.“

Die Personalsituation

Bei den Schwenningern hatte Coach Steve Walker – im Vergleich zur 1:4-Niederlage am Freitag gegen Köln – seine Angriffsreihen etwas umgestellt. So spielten beispielsweise nun Hakon Hänelt, Jordan Szwarz und Alex Karachun zusammen. Philip Feist agierte an der Seite von Mirko Höfflin und Zach Senyshyn. Die jungen Verteidiger Niklas Hübner und Niclas Hempel mussten als überzählige Spieler zuschauen. Im Tor stand Joacim Eriksson.

Bei den Frankfurtern fehlte der angeschlagene Kapitän Maksim Matushkin. Im Tor war der Ex-Schwenninger Cody Brenner nominiert.

Das erste Drittel

Beide Teams begegneten sich in den ersten 20 Minuten auf Augenhöhe, allerdings auf keinem guten DEL-Niveau. Eriksson verzeichnete nach 11 Minuten einen Big Save gegen Frankfurts Cameron Brace. 11,2 Sekunden vor dem Ende des ersten Abschnitts traf Brace in Überzahl zum 1:0 für die Hessen. Die Wild Wings hatten bis dahin im Spiel nach vorne zu wenig Akzente gesetzt.

Das zweite Drittel

Im Mittelabschnitt erhöhten die Wild Wings endlich den Druck und erzielten durch Will Weber, der sich schlau vor das Frankfurter Tor manövriert hatte – nach Zuspiel von Tylor Spink – das zu diesem Zeitpunkt verdiente 1:1 (31.). Aber vier Minuten später ließen die Schwenninger ein einfaches Gegentor von Cameron Brace zum 2:1 für Frankfurt zu. In Überzahl gelang den Gästen dann in der 37.Minute das 2:2 durch Jordan Szwarz. Nur 66 Sekunden später war Tyson Spink mit dem 3:2 zur Stelle. Mit der knappen Führung ging es für die Schwäne in die letzte Pause.

Verteidiger Dominik Bittner lobte sein Team zu diesem Zeitpunkt: „Wir hatten im zweiten Drittel einen guten Zug zum Tor und haben in der Mitte gut verteidigt.“

Das dritte Drittel

In den letzten 20 Minuten dominierten die Wild Wings weiter das Geschehen. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn hatte Jordan Szwarz im Powerplay ein zweites Mal getroffen. Mit dem 4:2 im Rücken ließen die Schwenninger nichts mehr anbrennen. Arkadiusz Dziambor (54.) und Phil Hungerecker (56.) schraubten die Führung auf 6:2 hoch. Dennis Lobach stellte aus Frankfurter Sicht dann den 3:6-Endstand her.

Statistik

Frankfurt – Wild Wings 3:6 (1:0, 1:3, 1:3).

Tore: 1:0 Brace (19.49 – Assist: Pfaffengut), 1:1 Weber (30:15 – Tylor Spink, Marshall), 2:1 Brace (34:01 – Wilkie), 2:2 Szwarz (36:11 – Uvira), 2:3 Tyson Spink (37:17 – Hänelt, Szwarz), 2:4 Szwarz (42:55/5:4 – Martinsson), 2:5 Dziambor (53:50 – Bassen), 2:6 Hungerecker (55:40 – Feist, Tylor Spink), 3:6 Lobach (56:14). Strafen: Frankfurt: 17 – Wild Wings: 15. Schiedsrichter: Schrader/Steingross. Zuschauer: 4781.