Bei der bestens verlaufenen Übung der Feuerwehr im neuen Kindergarten Weildorf machten sich die Wehrleute auch mit den Gegebenheiten des Gebäudes vertraut.
Eine große Schar Schaulustiger wohnte der gemeinsamen Übung der Feuerwehr Weildorf und des Löschzuges Haigerloch Mitte bei. Übungsobjekt war der neue Kindergarten, der im Januar eingeweiht wurde.
Der Kindergarten wurde deshalb für die Übung ausgewählt, weil es sich um das neueste öffentliche Gebäude in Weildorf handelt. Hier konnte bisher noch nicht geprobt werden. Die Wehren aus Weildorf, Bittelbronn und Haigerloch, die den Löschzug Mitte bilden, erhielten so Gelegenheit, sich mit den Gegebenheiten vertraut zu machen. Schließlich ist es im Ernstfall wichtig zu wissen, wie es im Gebäude aussieht und wie die Räume angeordnet sind.
Mit Atemschutz ins Haus
Als Übungsidee diente folgendes Szenario: Durch einen technischen Defekt entstand ein Brand im Heizraum, sechs Handwerkern war der Weg nach draußen versperrt. Nach der Alarmierung trafen die drei Wehren zeitnah ein und verschafften sich rasch einen Überblick. Als Einsatzleiter fungierte Timo Gutri, für den es die erste Übung als neu gewählter Kommandant der Abteilung Weildorf war. Seine Leute wurden mit der Menschenrettung betraut. Zwei Trupps von Atemschutzgeräteträgern drangen ins Innere ein, zwei weitere stellte die Feuerwehr Haigerloch. Zudem war Weildorf für die Wasserversorgung zuständig. Eine zweite Leitung baute die Wehr Bittelbronn auf. Die Abteilung der Kernstadt löschte von außen.
Aus Weildorf und Bittelbronn ging je ein Fahrzeug im Einsatz, Haigerloch war mit zwei großen und zwei kleineren Fahrzeugen zur Stelle. Vor allem die Drehleiter erwies sich als wichtig, weil sich mehrere Eingeschlossene im ersten Stock befanden. Die ersten Personen befanden sich nach elf Minuten in Sicherheit, die restlichen unmittelbar anschließend. Daniel Winz, Abteilung Weildorf, moderierte den Ablauf für das Publikum. Als besondere Herausforderung bezeichnete Winz die Tatsache, dass das Haus sehr langgezogen und weitläufig ist. Somit würden für den Innenangriff viele Schläuche benötigt und es gelte, die Räume sorgfältig abzusuchen. Zudem befinde sich auf dem Dach eine Photovoltaikanlage, weswegen für die Einsatzkräfte die Gefahr eines Stromschlages bestehe.
Aufgrund der Übung haben nun die Feuerwehrleute das Gebäude kennengelernt und sind entsprechend gerüstet. Daniel Winz zeigte sich mit dem Ablauf zufrieden. Sie sei zügig und ordnungsgemäß verlaufen.