Die Fridolinschule erstrahlt in neuem Glanz. Foto: Marco Fraune

Die Fridolinschul-Sanierung in Lörrach schlägt nun mit rund zehn Millionen Euro zu Buche, der Sporthalle-Neubau mit 5,5 Millionen. Es gibt Gründe.

Die Generalsanierung der Fridolinschule kostet nach aktuellem Stand gut 800 000 Euro mehr als ursprünglich kalkuliert. Auch beim Neubau der Sporthalle der Fridolinschule ist im Ausschuss für Umwelt und Technik eine „Aktualisierung des Projektbudgets“ in Höhe von rund 191 000 Euro vorgestellt worden. Der Gemeinderat soll beides bewilligen, lautet die Beschlussempfehlung.

 

Das Mehr an Kosten bringt nicht ein Mehr als Fördermitteln mit sich, erklärte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic – die Fördersumme liegt bei etwa 1,3 Millionen Euro. „Die Mehrkosten halten sich absolut in Grenzen“, ordnete sie zugleich die Steigerung in Relation zur gesamten Baukostensteigerung in der Republik ein.

Gleichzeitig kritisierte sie, dass es eigentlich mehr Förderung von Land erfordere. „Unter zehn Prozent Fördersumme vom Land, das geht einfach nicht.“

Die Budgetanpassungen ergeben sich aus unterschiedlichen Mehrkosten. So fiel beispielsweise die Beschädigung an der Dachkonstruktion viel stärker aus als zuvor in Augenschein genommen werden konnte, verwies der Bau-Fachbereich im Ausschuss auf Dachschimmel. Eine Viertelmillion Euro an Mehrkosten waren die Folge.

Die neue Sporthalle ist auch teurer geworden. Foto: Marco Fraune

Die Fernwärmenutzung

Fachbereichsleiter Robert Schäfer räumte ein, dass der Hausanschluss für das Fernwärmenetz schlichtweg bei der Kostenkalkulation vergessen wurde, in der Summe rund 100 000 Euro. Mehraufwendungen im Tiefhof von knapp 150 000 Euro oder auch für Fliesenarbeiten (110 000 Euro) sowie eine Anpassung der Nebenkosten (192 000 Euro) fielen an.

Der neue Fernwärmeanschluss verursacht nicht nur Kosten, sondern sorgt ebenso dafür, dass der Anteil der erneuerbaren Energien auf 70 Prozent gesteigert werden konnte. Es ergebe sich eine Reduzierung des Energiepreises pro Kilowattstunde um rund die Hälfte im Vergleich zu 2020.

Das Dach wurde neu eingedeckt. Foto: Marco Fraune

Das Dach

Die Sanierung des denkmalgeschützten Schieferdachs beinhaltete unter anderem die gesamte Neueindeckung nach Denkmalschutz-Vorgaben, die Ertüchtigung des gesamten Tragwerks und die Neukonzeptionierung des vorbeugenden Holzschutzes, da hier zuvor Nässe Schäden nach sich gezogen hatte.

Positiv bewertet wurde von der Politik auch die Sanierung des Innenlebens in den Fluren samt einer Schaffung von rund 300 Quadratmeter zusätzlicher Fläche, der nachhaltigen robusten Wandverkleidung und ergänzenden Nutzungsmöglichkeiten. Der neue Tiefhof bedeutet rund 210 Quadratmeter zusätzliche Fläche, neue Rettungswege und ergänzende Nutzungsmöglichkeiten wie eine größeres Klassenzimmer. Die Sandsteinsanierung des kleinen Schulhauses beinhaltete zudem die Freilegung und Restaurierung des gesamten Sandsteins und die Restaurierung des Giebels.

Die politische Bewertung

Fritz Böhler (Grüne) sprach von einer „nachhaltigen Investition in die Zukunft“. Für die Mehrkosten gebe es „absolut nachvollziehbare Gründe“. Die Mehrkosten seien „gut erklärt“ und das Ergebnis sehr ansprechend, fand Jürgen Exner (CDU). „Es ist ein Vorzeigeprojekt geworden“, lobte Christiane Cyperrek (SPD). Mehrkosten seien ärgerlich, aber es gebe keine Alternative.

Georg Leisinger (FW) verwies darauf, dass auf jeder Baustelle im Laufe der Zeit etwas gefunden werde, womit zuvor nicht gerechnet worden sei. Das Ergebnis überzeuge ihn. Matthias Koesler (FDP-Piraten) sprach ein „großes Lob für dieses Projekt“ aus, nur kleine Details seien zu kritisieren. Wolfgang Koch (AfD) und Birger Bär lobten das Schulprojekt ebenfalls.