Nach dem Runden Tisch Bahnhofsplatz gibt es erste Ergebnisse.
Mit dem Ziel, rund um den Bahnhofs- und Egon-Hugenschmidt-Platz ein gutes Miteinander für alle zu schaffen, hatte die Stadt Lörrach zu einem Runden Tisch eingeladen. Neben Vertretern der anliegenden Geschäfte waren die Polizei, die Security-Firma, sowie Vertretende der Obdachlosen- und Drogenhilfe eingeladen.
Das wird getan
Als konkrete erste Schritte wird die Stadt als Test zunächst ein mobiles Urinal in dem Bereich aufstellen, um zu sehen, ob dieses Akzeptanz findet. Zudem zeigen die Polizei auf den Plätzen sowie ein privater Sicherheitsdienst vor und in den Geschäften regelmäßig Präsenz. Daneben soll verstärkt auf die Personen, die zur „Szene“ der Plätze gehören, zugegangen werden, heißt es in der Pressemitteilung. „Allgemein für sinnvoll wurde der Einsatz eines Streetworkers gehalten.“ Hierfür müsste aber zunächst bei der Stadt eine entsprechende Stelle geschaffen werden.
Die Probleme benannt
Die Geschäfte berichteten laut der Pressemitteilung der Stadt, dass in ihren Räumen insbesondere die Zahl der Ladendiebstähle stark zugenommen hat, was jedoch nicht alleine auf die „Szene“ rund um den Bahnhof und das Rathaus zurückzuführen sei. Auch spiele Vandalismus und Aggression gegen Mitarbeiter immer wieder eine Rolle. Davon zu unterscheiden ist der öffentliche Raum auf den Plätzen. Was diesen öffentlichen Raum anbelangt, sind nach Aussagen der Vertreter der Polizei keine auffällige Zahl von Straftaten zu verzeichnen, heißt es weiter. Übermäßiger Alkohol- und auch Drogenkonsum sei jedoch zu registrieren.
Toilette fehlt
Allgemein bemängelt wurde laut Mitteilung das Fehlen einer kostenlosen Toilette im öffentlichen Raum. Die Stadt wies demnach darauf hin, dass es technisch kaum möglich sei, eine vandalismussichere Toilette in dem Bereich zu errichten und deren permanente Reinigung zu gewährleisten. Unter dem Bahnhofsplatz befindet sich die Tiefgarage, auf der die Errichtung einer Toilettenanlage unmöglich ist.
Die Teilnehmer vereinbarten ein weiteres Treffen nach der Sommerpause, um die Situation erneut zu bewerten.