Die Grünen-Fraktion plädiert für die Fortsetzung des gemeinsamen Oberzentrums Lörrach – Weil. Und sie benennt Chancen dieser Kooperation.
„Die Fortsetzung der Zusammenarbeit im gemeinsamen Oberzentrum Lörrach – Weil ist nicht nur richtig und wichtig, sie ist nachgerade essenziell angesichts der von beiden Städten geteilten Aufgabenfülle unter zunehmender Personal- und Finanzknappheit“, betont Fritz Böhler in einer Mitteilung.
Schon heute sei eine Intensivierung gefragt
Dies gelte für viele Arbeitsgebiete – und zwar nicht erst in unbestimmter Zukunft: Schon heute sei eine deutliche Intensivierung gefragt. So drohten im Klimabereich viele Herausforderungen unter hohem Konkurrenzdruck verdrängt zu werden. Gemeinsame Anstrengungen könnten hier dienlich sein.
„Kulturbereich in seinem Fortbestand bedroht“
Auch der Blick auf den Kulturbereich zeige, dass dieser in seinem Fortbestand aktuell allenthalben bedroht sei. „Interkommunale synergie- und einsparungsfördernde Allianzen und Arbeitsteilungen werden nahezu unumgänglich sein, wenn man das heutige Angebotsniveau auch nur halten möchte“, heißt es.
Was in einzelnen Städten unter die Räder komme, gehe zugleich der ganzen Region ohne Aussicht auf Ersatz verloren. Hier müssten lokalpatriotisch motivierte Eigensinnigkeiten einem weiteren Blick weichen, „damit sich unsere Städte tatsächlich dauerhaft und grundsätzlich als gemeinsamer Akteur begreifen“, erläutert Böhler.
Statt lediglich losen Kooperationen sollten institutionelle Formen neuer Zusammenarbeit gesucht werden: Museen, Bibliotheken, VHS oder Veranstalter wie der Burghof könnten von einer breiteren Abstützung durchaus profitieren und ihre Ressourcen ökonomisch gezielter nutzen.
Insbesondere durch Fortschritte bei der Digitalisierung ließen sich Doppelstrukturen an vielen Stellen kostensparend auflösen. Dies erfordere freilich Mut zum Umdenken. Böhler: „Es sollte allen Beteiligten klar sein, dass die Suche nach neuen, gemeinsamen Chancen allemal besser ist als engstirniges Festhalten an schwindenden Spielräumen einzelner Kommunen.“